Landau warnt vor humanitärer Katastrophe in Ukraine

Caritaspräsident im "Kathpress"-Gespräch: Alles unternehmen, damit Konflikt nicht weiter eskaliert - Auch ohne Konflikt hat Ukraine enorme soziale Probleme zu bewältigen

Wien, 05.03.14 (KAP) Vor einer humanitären Katastrophe in der Ukraine, die letztlich Auswirkungen auf ganz Europa haben würde, hat Caritaspräsident Michael Landau gewarnt. Von Seiten der politisch Verantwortlichen müsse alles unternommen werden, "damit der Konflikt nicht noch weiter eskaliert", appellierte Landau am Mittwoch im "Kathpress"-Gespräch. Er sprach von "der größten Bedrohung für die europäische Stabilität und Sicherheit seit dem Ende des Kalten Krieges".

Auch ohne aktuellen Konflikt hätte die Ukraine mit großer Armut und vielen sozialen Problemen zu kämpfen. Die heimische Caritas sei seit mehr als 20 Jahre in der Ukraine tätig - nicht nur in Kiew, sondern etwa auch in Odessa und in Charkow oder im Raum Lemberg, erläuterte Landau: "Insgesamt sind es knapp 40 Projekte, in denen wir uns um Straßenkinder, um Kranke oder auch um alte Menschen kümmern."

Trotz der Unruhen sei man derzeit noch in der Lage, die humanitäre Arbeit fortzuführen. Die Caritas Österreich habe in einem ersten Schritt bereits 50.000 Euro für Soforthilfe zur Verfügung gestellt. Landau: "Wir stehen im engen und täglichen Kontakt mit unseren Partnern vor Ort."

O-Töne von Caritaspräsident Landau sind in Kürze unter www.kathpress.at/audio abrufbar.

Mehr auf www.kathpress.at (forts. mgl.) gpu/jmo/

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