"Eco": Firmen, Konten, Millionen - so betrifft uns die Ukraine

Außerdem am 6. März: Hypo-Desaster - die umstrittene Rolle der Kontrolle

Wien (OTS) - Angelika Ahrens präsentiert in "Eco" am Donnerstag, dem 6. März 2014, um 22.30 Uhr in ORF 2 folgende Beiträge:

Firmen, Konten, Millionen: So betrifft uns Österreicher die Ukraine

800 heimische Firmen treiben Handel mit der Ukraine, 200 davon unterhalten - meist im Großraum Kiew - eine Niederlassung, exakt 14 lassen direkt in der Ukraine produzieren. Was sich derzeit 1.000 Kilometer entfernt von Wien ereignet, hat somit nicht unbeträchtliche Auswirkungen auf Österreich. Dabei geht es nicht nur um Raiffeisen und die Bank Austria, die jeweils ein großes Filialnetz in der Ukraine unterhalten. Und es geht nicht nur um die geheimnisvollen millionenschweren Konten, die ukrainische Geschäftsleute in Österreich besitzen und sich damit immer wieder spektakulär in Wiener Nobelvierteln einkaufen. Im Mittelpunkt stehen vor allem Rohstoffe, Erze und Industrieprodukte. Und das in großem Stil. Denn was an Eisen und Halbfertigprodukten nach Österreich importiert wird, geht in Form von hochwertigen Maschinenbauteilen und Turbinen als Exportgut wieder zurück in die Ukraine. So lässt Skiproduzent Fischer Sports in der Ukraine fertigen und beliefert von dort aus sogar den russischen Markt mit Alpin- und Langlaufschiern. "Eco" beleuchtet die Geschäfte zwischen Wien und Kiew; diese sind zwar hin und wieder tatsächlich "anrüchig", generell haben sie aber einen professionell kommerziellen Hintergrund. Bericht: Beate Haselmayer und Günther Kogler.

Hypo-Desaster: Die umstrittene Rolle der Kontrolle

Ende dieser Woche will der neue Chef der Hypo-Task-Force, Ewald Nowotny, die Kostenszenarien zur Abwicklung der Kärntner Hypo Alpe Adria präsentieren. Pleite oder doch lieber eine Anstalt, also Bad Bank - dazu laufen zurzeit die Berechnungen auf Hochtouren. Finanzminister Michael Spindelegger lässt auch rechnen und kommt eventuell zu einer anderen Entscheidung. Doch schon jetzt ist klar:
Die Hypo, die seit 14. Dezember 2009 in österreichischem Staatsbesitz ist, wird die Steuerzahler noch jahrelang Milliarden kosten. "Eco" geht der Frage nach, wie es so weit kommen konnte. Warum hat die Kontrolle auf so vielen Ebenen versagt? Wie und wer kontrolliert überhaupt eine Bank? Seit Jahren drängt die EU Österreich auf die Errichtung einer Bad Bank und einer Abwicklung. Warum wurde selbst da noch gezögert? Und was war und ist die Rolle von Vorstand, Aufsichtsrat und Wirtschaftsprüfern? "Eco" präsentiert die Antworten der relevanten - kraftlosen? - Kontrollinstanzen: der österreichischen Nationalbank, der Finanzmarktaufsicht und des Rechnungshofs. Bericht: Christina Kronaus und Katinka Nowotny.

Falsche Rezepte: Warum so wenige Frauen in Spitzenpositionen sind

Starke Frauen in Führungspositionen bringen Unternehmen weiter. Das ist eine unbestrittene Feststellung von Management-Beratern. Dennoch sind Frauen in Spitzenpositionen noch immer die Ausnahmen. Nach einer Studie der Arbeiterkammer sind von 100 Aufsichtsräten nur 13 Frauen, von 100 Geschäftsführern nur sechs Frauen. Österreich ist damit europaweit unter den Schlusslichtern. Doch Ausbildung und Qualifikationen sind es nicht, die Frauen den Weg zur Chefin verstellen. Es sind vielmehr gesellschaftliche Vorurteile und manchmal das Verhalten der Frauen selbst, die den Aufstieg verhindern. Zum Weltfrauentag am 8. März (Infos zum ORF-Programmschwerpunkt "Starke Frauen" unter http://presse.ORF.at) zeigt "Eco" mögliche Erfolgsrezepte. Bericht: Bernadette Ritter.

Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand abrufbar und wird auch als Live-Stream auf der ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) angeboten.

Rückfragen & Kontakt:

http://presse.ORF.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRF0003