ÖGB-Oberhauser: Gewalt gegen Frauen ist kein Kavaliersdelikt

Zunehmende Belästigung von Frauen am Arbeitsplatz

Wien (OTS/ÖGB) - "Wenn 62 Millionen Frauen in der EU bereits Opfer körperlicher oder sexueller Gewalt geworden sind, ist das dramatisch. Wir müssen uns noch stärker für den Schutz der Opfer einsetzen, denn Gewalt gegen Frauen ist kein Kavaliersdelikt", reagiert die ÖGB-Bundesfrauenvorsitzende und Vizepräsidentin Sabine Oberhauser auf die Ergebnisse der aktuellen Studie der EU-Grundrechte-Agentur (FRA). "Ein wichtiges Instrument wird auch der von Frauenministerin Heinisch-Hosek angekündigte Nationale Aktionsplan zu Gewaltschutz sein."++++
Besonders alarmierend ist, dass Frauen zunehmend am Arbeitsplatz Opfer von Belästigungen und Gewalt werden. 32 Prozent aller Frauen berichten von Übergriffen durch Vorgesetze, Kollegen oder Kunden. Oberhauser: "Hier sind vor allem die ArbeitgeberInnen verpflichtet dafür Sorge zu tragen, jede Art von Gewalt oder Belästigung schon im Keim zu ersticken. Seitens der BetriebsrätInnen und PersonalvertreterInnen wird bereits konkrete und wichtige Informationsarbeit geleistet."
Die ÖGB-Frauen fordern daher:
Verbesserung der Fürsorgepflicht von ArbeitgeberInnen/DienstgeberInnen.
Information und Sensibilisierung von ArbeitnehmerInnen und Führungskräften.
Schaffung einer Konfliktbewältigungskultur im Unternehmen. Einsatz von KonfliktmediatorInnen/-lotsInnen und ArbeitspsychologInnen im Unternehmen.
Thematisierung von Gewalt/Diskriminierung/Mobbing/sexueller Belästigung - verbessern der Konfliktkultur im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung.
Ausreichende finanzielle Mittel für Frauenhäuser, Gewaltschutzzentren und Frauenberatungsstellen.

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