MO-Magazin: Johannes Kopf: "Arbeitsmarktzugang von Asylsuchenden neu regeln"

Flexibles Zugangsmodell statt verordneter Beschäftigungslosigkeit

Wien (OTS) - In der am Donnerstag erscheinenden Ausgabe des MO-Magazins für Menschenrechte argumentiert Johannes Kopf, Vorstand des Arbeitsmarktservice Österreich, in einem Gastkommentar für eine Neuregelung des Arbeitsmarktzugangs von Asylsuchenden. Trotz gestiegener Arbeitslosenzahlen hält Kopf es nicht für optimal, Asylsuchende für die gesamte Dauer ihres Verfahrens vom freien Zugang zum Arbeitsmarkt auszuschließen. Die Erfahrung zeige, dass die Arbeitsmarktintegration von Personen, die über längere Zeit vom Arbeitsmarkt ferngehalten wurden, überaus schwierig sei, so Kopf.

Kopf plädiert für einen Interessensausgleich zwischen fremdenpolizeilichen und arbeitsmarktpolitischen Zielen. Das Sozialministerium solle, frühestens ab dem 4. Monat nach Asylantragstellung, einen zeitlich variabel gestalteten freien Arbeitsmarktzugang für Asylsuchende schaffen. Die zeitliche Komponente ließe sich an die statistische Erfolgswahrscheinlichkeit eines dauerhaften Aufenthaltsrechts koppeln, so Kopf. Wenn etwa, wie derzeit bei Flüchtlingen aus Syrien, klar sei, dass die überwiegende Mehrheit der Menschen über einen längeren Zeitraum in Österreich bleiben werde, dann sei es sinnvoll den freien Zugang zum Arbeitsmarkt rasch zu ermöglichen und sogar zu unterstützen, erklärt Kopf.

Kopf betont, dass der Gastkommentar im Menschenrechtsmagazin von SOS Mitmensch seine Privatmeinung wiedergibt. Den vollständigen Kommentar finden Sie hier:
http://www.sosmitmensch.at/site/home/article/766.html

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