Wirtschaftskammer Österreich warnt vor überzogenen Klimazielen

WKÖ-Schwarzer begrüßt Aussagen von BM Mitterlehner: "Sorgen der Wirtschaft ernst nehmen"

Wien (OTS/PWK122) - Die Wirtschaftskammer Österreich begrüßt die Aussagen von Wirtschafts- und Energieminister Reinhold Mitterlehner im Rahmen des heutigen Energierates zur Problematik überzogener Klimaziele für Wirtschaft und Industrie. "Unsere Sorgen werden ernst genommen, ein überambitioniertes Klimaziel von 40 Prozent bis 2030 schadet der Wettbewerbsfähigkeit des Standorts und kostet unzählige Arbeitsplätze", so Stephan Schwarzer, Leiter der WKÖ-Abteilung für Umwelt- und Energiepolitik.

Die EU hat sich bereits mit ihren verbindlichen Reduktionszielen bis 2020 als klarer Vorreiter beim Klimaschutz positioniert: "Leider zieht der Rest der Welt bis dato nicht nach, ein globales Abkommen, das auch die größten Emittenten China und USA miteinbezieht, ist auf absehbare Zeit nicht in Sicht." Unverständlicherweise will die EU-Kommission trotzdem weiter vorpreschen. So sollen die CO2-Emissionen in Europa, das nur für ca. ein Zehntel der globalen Emissionen verantwortlich ist, bis 2030 um 40 Prozent reduziert werden.

"Dabei ist Vorsicht geboten: Eine Überdehnung der Vorreiterrolle führt zu schwerwiegenden Einbußen bei der Wettbewerbsfähigkeit in Schlüsselsektoren. Das betrifft vor allem die im internationalen Wettbewerb stehende - und bereits heute sehr CO2-effiziente -energieintensive Industrie, die obendrein im Vergleich zu den USA mit sehr hohen Gas- und Strompreisen zu kämpfen hat," warnt Schwarzer vor gravierenden negativen Folgen für Wachstum und Beschäftigung in Österreich. (PM)

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