Aubauer: So viele 50plus in Beschäftigung wie nie zuvor!

Teilpension und Bonuspension per 1.7.2014 umsetzen! AMS-Gelder zielgerichtet einsetzen!

Wien (OTS) - Zu den heute veröffentlichten Arbeitsmarktdaten hält Mag. Gertrude Aubauer, Bundesobmann-Stellvertreterin des Österreichischen Seniorenbundes und ÖVP-Seniorensprecherin im Nationalrat fest:

"Noch nie waren so viele Menschen im Alter über 50 Erwerbstätig wie heute. Mit 783.000 50plus sind heute rund 60% der 50plus Erwerbstätig (Frauen 50 bis 60 und Männer 50 bis 64). Die im Regierungsprogramm vereinbarte Teilpension muss nun zur Jahresmitte in Kraft treten, damit Männer und Frauen, die eine vorzeitige Pension antreten könnten durch diese Teilpension eine echte Wahlmöglichkeit erhalten - die auch Arbeitgeber motivieren kann und soll eine gemeinsame Lösung für den Verbleib bis zu gesetzlichen Pensionsantrittsalter zu erarbeiten. Zusätzlich soll die Aufschub-Bonuspension Frauen mit 60 und Männer mit 65 ermutigen, ihre Pension nicht anzutreten, sondern freiwillig noch einige Zeit (auch in Teilzeit) weiterzuarbeiten. Vor allem für Frauen bietet dies die Chance, ihre Alterspension massiv - nämlich um 10 Prozent für jedes länger gearbeitete Jahr - aufzuwerten! Das Beste daran: Teilpension und Aufschub-Bonuspension kosten den Staat keinen Cent! Im Gegenteil:
Durch den freiwilligen sofortigen Verzicht auf Pensionsteile spart der Staat in der ersten Phase Geld, durch die (höhere) Erwerbstätigkeit steigen Einnahmen aus Sozialversicherung und Lohnsteuer. Die in der Auszahlungsphase später anfallenden höheren Kosten für Bonus-Pensionen liegen in Summe unter den zuvor lukrierten Mehreinnahmen bzw. Minderausgaben - für die Betroffenen bedeuten diese Boni allerdings eine deutliche Verbesserung der Pension. Damit gewinnen die Betroffenen ebenso wie Staat und Soziale Systeme!"

"Die nun schon fix aufgestellten AMS-Zusatzgelder für ältere Arbeitnehmer müssen sehr zielgerichtet eingesetzt werden. Heute gibt es um 35.000 mehr Beschäftigte im Alter über 50 als noch im Februar 2013. Leider gibt es aber auch um 15.343 Arbeitslose in diesem Alter mehr. Und es ist leider klar: Wer in diesem Alter den Arbeitsplatz verliert, tut sich schwerer, einen neuen zu finden, als in jüngeren Jahren. Allerdings bleibt auch im Februar 2014 in jedem Alter das Bildungsniveau das größte Problem: Schon 46 Prozent aller Arbeitslosen haben höchstens die Pflichtschule abgeschlossen -unabhängig vom Alter verursacht dies die größten Probleme", so Aubauer weiter.

"Insgesamt haben wir einen breiten Mix an Maßnahmen in Umsetzung bzw. in Planung, um älteren Arbeitswilligen zu helfen: Das seit 1. Jänner geltende Reha- und Umschulungsgeld hilft den unter 50jährigen, einen neuen Weg zu Gesundheit und neuer Erwerbstätigkeit einzuschlagen. Fit2work und 'Reife Leistung' unterstützen direkt am Arbeitsplatz oder am Weg dorthin. Das am Juni anstehende umfassende Frühpensionsmonitoring wird zeigen, in welcher Branche, in welcher Region, bei welcher Berufsgruppe und Betriebsgröße die meisten Frühpensionierungen anfallen - dann wird man endlich zielgerichtet Antworten finden können. Die AMS Gelder sind aufgestellt. Was jetzt noch dringend fehlt sind Teilpension und Aufschub-Bonuspension -sonst ist das Paket nicht vollständig", hält Aubauer abschließend fest.

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