Karmasin: AK-Studie zeigt Notwendigkeit des Ausbaus von Kinderbetreuung

Studie zu "Vereinbarkeit von Beruf und Kinderbetreuung" untermauert Bedeutung der Kinderbetreuung-Ausbauoffensive der Familienministerin

Wien (OTS) - "Genügend Kinderbetreuungsangebote sind der Schlüssel für die erfolgreiche Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Deswegen nehmen wir in den kommenden Jahren 350 Millionen Euro in die Hand um die Kinderbetreuung in Österreich massiv auszubauen. Das ist die größte Ausbauoffensive bei der Kinderbetreuung die es je gegeben hat", betont Familien- und Jugendministerin Dr. Sophie Karmasin heute anlässlich der Studienpräsentation "Vereinbarkeit von Beruf und Kinderbetreuung" der Arbeiterkammer. Die Studie kam zum Schluss, dass sich 38% der befragten erwerbstätigen Personen ein ganztätiges Betreuungsangebot wünsche. Karmasin sei gerade in intensiven Gesprächen mit den zuständigen Verantwortlichen in Ländern und Gemeinden um die Umsetzung der Ausbauoffensive vorzubereiten. Ein großes Thema seinen dabei auch die "Qualitätskriterien" die Kinderbetreuungseinrichtungen erfüllen müssen - etwa die Öffnungszeiten. Hier kommt die Studie ja klar zum Schluss, dass flexiblere Öffnungszeiten, gerade in den Sommermonaten benötigt werden.

"Die Familien brauchen Wahlfreiheit und Individualität. Deswegen denke ich auch nicht immer nur an institutionelle Einrichtungen sondern auch an individuelle Lösungen und Tageselternschaften. Hier gibt es in den Ländern bereits sehr spannende Best-Practice Beispiele die man ausbauen und fördern soll" meint die Familienministerin.

Ein weiterer interessanter Punkt aus Sicht Karmasins ist das Studienergebnis, das nur 54% der Befragten, die Anspruch auf Elternteilzeit haben, diese Möglichkeit auch nutzen. Hier ist Karmasin bereits im Gespräch mit dem zuständigen Sozialminister Huntsdorfer um das Ziel einer breiteren Bekanntmachung und Vereinfachung des Elternteilzeit-Rechtsanspruches zu erreichen.

"Die Studie kommt klar zum Schluss, dass sich die Eltern mehr familienfreundliche Unternehmen wünschen. Ich vertrete die Ansicht, dass die Wirtschaft sich den Bedürfnissen der Familien stärker anpassen muss und die nicht die Eltern den oft starren Modellen der Arbeitswelt" betont Karmasin und verweist auf die Audits der "Beruf&Familie GmbH" die bereits 300 - nun familienfreundliche -Unternehmen durchlaufen haben und etwa Arbeitszeitmodelle auf die Bedürfnisse von Eltern umgestellt haben. Karmasin werde eine Offensive starten um noch viel mehr Unternehmen davon zu überzeugen sich als "familienfreundlich" zertifizieren zu lassen weil das eine nachweisliche "win-win Situation" für Unternehmen und für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sei.

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