AK begrüßt Verbesserungen bei der Förderung der thermischen Sanierung im mehrgeschossigen Wohnbau

Wien (OTS) - Heute treten Verbesserungen in Kraft, die dafür sorgen werden, dass auch MieterInnen von Wohnungen in Zinshäusern und anderen mehrgeschossigen Wohnbauten künftig vermehrt von der thermischen Sanierung profitieren. "Damit werden nun auch große Wohnbauten leichter saniert werden können. Für die Mieter und Mieterinnen bedeutet das auf lange Sicht weniger Heizkosten. Für die Umwelt be-deutet das weniger Treibhausgasemissionen", sagt Sven Hergovich. Umweltökonom der AK Wien. Bisher konnten nur dann Förderungen beantragt werden, wenn alle Mieter der Sanierung schriftlich zugestimmt haben. Da sich diese Bestimmung in der Praxis als äußerst schwierig herausgestellt hat, haben bislang Besitzer von Einfamilien-oder Zweifamilienhäusern überproportional von der Sanierungsförderung profitiert. Diese verteilungspolitische Schieflage wurde von der AK in der Vergangenheit mehrfach kritisiert.

Künftig gilt: Verpflichtet sich der Vermieter, die Sanierungsmaßnahme ohne Mietzinserhöhung bzw. Entgelterhöhung durchzuführen, braucht er für die Antragsstellung nur mehr die Zustimmung der Mietermehrheit. "Das ist ein Schritt in die richtige Richtung. Es bleibt aber abzuwarten, ob diese Veränderung ausreicht, um die strukturelle Benachteiligung des mehrgeschossigen Wohnbaus in der Förderung der thermischen Sanierung zu beenden", so Hergovich. Der nächste Schritt muss sein: Die Förderungen müssen so um-geschichtet werden, dass noch gezielter mehrgeschossige Wohnbauten und deren MieterInnen von der thermische Sanierung profitieren.

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