Blecha zu Arbeitsmarktdaten: Radikal-Reform der Arbeitswelt notwendig

Arbeitsmarktpaket für Ältere, Pensions-Monitoring und Bonus-Malus-System rasch umsetzen

Wien (OTS/SK) - "Wir brauchen ein radikales Umdenken in der Arbeitswelt, in den Köpfen der Firmenchefs und in den Personalabteilungen. Dass heute Menschen ab 50 als 'zu alt' für den Arbeitsmarkt gelten ist ein Skandal", erklärte Pensionistenverbands-Präsident Karl Blecha zu den heute präsentierten Arbeitsmarktdaten. ArbeitnehmerInnen über 50 zählen noch immer zu den am stärksten von Arbeitslosigkeit betroffenen Gruppen. Im Vergleich zum Jahr 2013 ist die Zahl der älteren Arbeitslosen um 20,3 Prozent gestiegen. "Die Arbeitsmarktdaten für den Monat Februar machen somit erneut deutlich: Das 350 Millionen Arbeitsmarktpaket, das Bonus-Malus-System für Betriebe und das Pensionsmonitoring sind eine absolute Notwendigkeit und müssen rasch kommen. Aber auch die Wirtschaft muss ihrer Verpflichtung und gesellschaftlicher Verantwortung nachkommen, Menschen ab 50 auch tatsächlich zu beschäftigen und nicht nur immer laut 'Anhebung des Pensionsantrittsalters' schreien", unterstreicht Blecha. ****

"Es ist höchst an der Zeit, dass der falsche 'Jugendwahn' in der österreichischen Arbeitswelt endlich der Vergangenheit angehört! Wir brauchen einen Paradigmenwechsel in den Chefetagen! Also her mit den altersgerechten Jobs, der betrieblichen Gesundheitsvorsorge und dem Bonus-Malus-System für Betriebe", fordert der PVÖ-Präsident. Das von Sozialminister Rudolf Hundstorfer mit 350 Millionen Euro dotierte Arbeitsmarktpaket für Ältere ist für Blecha "ein wichtiger, notwendiger und richtiger Schritt", da hier "zielgerichtet und punktgenau investiert und reagiert werden kann".

Als "echten Meilenstein" bezeichnet der PVÖ-Präsident das Pensions-Monitoring, das noch in diesem Jahr starten soll. "Damit können wir - erstmals detailliert aufgeschlüsselt nach Geschlecht, Altersgruppe, Branche, Region und Pensionsform - evaluieren wie die zahlreichen Maßnahmen für einen längeren gesunden Verbleib im Erwerbsleben wie z.B. 'fit2work' oder das Invaliditätspensions-Paket wirken", so Blecha, der abschließend unterstreicht: "Wir müssen alles daran setzen, die im Regierungsprogramm festgeschrieben Beschäftigungsquote für ältere Arbeitnehmer zu erreichen. Denn ein längerer gesunder Verbleib im Erwerbsleben ist eine Win-Win-Win Situation für Arbeitnehmer, Arbeitgeber und unser Pensionssystem!" (Schluss) up/mp

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