Industrie zu Arbeitsmarkt: Arbeitszusatzkosten senken statt Unternehmen belasten

IV-GS Neumayer: Arbeitsmarktpaket der Regierung erster positiver Schritt - Belastungen der Unternehmen durch Abgabenänderungsgesetz Hypothek für Wachstum und Beschäftigung

Wien (OTS/PdI) - "Die monatlich steigende Arbeitslosigkeit in Österreich ist ein alarmierendes Signal, dem langfristige und vor allem nachhaltige Lösungen entgegengesetzt werden müssen. Der falsche Weg ist mit Sicherheit, die Unternehmen weiter zu belasten", so der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV) Mag. Christoph Neumayer anlässlich der heute, Montag, veröffentlichten Arbeitsmarktdaten. "Angesichts der nach wie vor steigenden Arbeitslosenzahlen ist die im Rahmen des Arbeitsmarktpakets beschlossene Senkung der Arbeitszusatzkosten um rund 200 Millionen Euro ein Signal in die richtige Richtung, die Belastungen der Unternehmen durch das Abgabenänderungsgesetz sind jedoch gleichzeitig eine Hypothek für Wachstum und Beschäftigung", betonte Neumayer. "Die Entlastung des Faktors Arbeit schafft Wachstumsimpulse und erhöht die Wettbewerbsfähigkeit, genau dadurch können neue Arbeitsplätze geschaffen werden - eine Win-Win-Win-Situation für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, Unternehmen und den Standort Österreich. Daher gilt es nun, unter den Gesichtspunkten der Effizienz und Kostenwahrheit weitere Potenziale zur Senkung der Arbeitszusatzkosten, etwa beim Familienlastenausgleichsfonds, auszuschöpfen."

Unternehmen sind sich Verantwortung bewusst

"Die Unternehmen sind sich ihrer Verantwortung am Arbeitsmarkt bewusst. Das sieht man auch deutlich an der überdurchschnittlich wachsenden Beschäftigung der über 50-jährigen. Denn die zunehmende Erwerbsbeteiligung Älterer ist unverzichtbar zur Bewältigung des demografischen Wandels und den damit einhergehenden Fachkräfteengpässen", so der IV-Generalsekretär. "Vor diesem Hintergrund müssen auch die entsprechenden gesetzlichen Möglichkeiten, insbesondere hinsichtlich moderner, praxisgerechter Arbeitszeitregelungen, verbessert werden. Die verstärkte Förderung durch Eingliederungsbeihilfen und Kombilohn ist wichtig, um ältere Personen in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren. Unternehmen durch Malus-Quotenmodelle abzustrafen ist der falsche Weg. Insgesamt fehlt es an langfristigen, ambitionierten Strukturreformen, die mehr Spielraum für Innovationen, Investitionen und wirtschaftliche Dynamik schaffen", so der IV-Generalsekretär. "Um den Produktionsstandort Österreich zu erhalten, braucht es ein reformorientiertes politisches Umfeld, das weitere Belastungen für Betriebe vermeidet und kostendämpfende Maßnahmen entwickelt", so Neumayer.

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