Becher/Weninger zu Sanierungsscheck: Fokussierung auf mehrgeschoßigen Wohnbau grundsätzlich begrüßenswert

Ziel der thermischen Sanierung ist Reduktion der Abhängigkeit von fossilen Energieträgern

Wien (OTS/SK) - Vorsichtig optimistisch hinsichtlich des Sanierungsschecks 2014 zeigen sich SPÖ-Bautensprecherin Ruth Becher und SPÖ-Umweltsprecher Hannes Weninger. Grundsätzlich begrüßenswert sei es, dass der mehrgeschoßige Wohnbau laut Regierungsvereinbarung nun im Fokus des Förderangebots zur thermischen Sanierung stehe. "Der Sanierungsscheck ist ein Impuls, der zum richtigen Zeitpunkt gesetzt wurde", so die beiden SPÖ-BereichssprecherInnen. Die Förderanträge können ab 3.3.2014 bis Ende des Jahres gestellt werden. ****

"Bisher wurde die Förderung zum größten Teil für Ein- und Zweifamilienhäuser und für Häuser mit Wohnungseigentum vergeben und das, obwohl rund 40 Prozent der Wohnungen in Österreich Mietwohnungen sind. Unter dem Gesichtspunkt der Verteilungsgerechtigkeit gibt es hier eine Schieflage, da der Anteil von Menschen mit geringem Einkommen in Mietwohnungen höher ist als im Haus- bzw. Wohnungseigentum", erklärt Becher. "Von der Fokussierung auf den mehrgeschoßigen Wohnbau erhoffen wir uns nun eine verstärkte Nutzung des Sanierungsschecks für Häuser mit Mietwohnungen. Ob die Änderungen ausreichen werden, um dieses Ziel zu erreichen, ist noch offen. Wir werden die Entwicklungen jedenfalls genau im Auge behalten und gegebenenfalls Nachschärfungen und Änderungen einfordern", so die Wohnbausprecherin.

"Für die Erreichung der österreichischen Klimaziele sind die thermische Gebäudesanierung und die Förderung von erneuerbaren Energieträgern wichtige Instrumente", verweist SPÖ-Umweltsprecher Hannes Weninger auf das im Regierungsübereinkommen definierte Drei-Prozent-Sanierungsziel und die Reduktion fossiler Energieträger. "Darüber hinaus ist jede Investition in den Klimaschutz eine direkte Unterstützung für die regionale Wirtschaft und den Arbeitsmarkt", sieht Weninger den Sanierungsscheck auch als Impuls für die heimische Wirtschaft. Für einen ambitionierten Klimapakt bis 2020 bedarf es jedoch rasch umfassender Anstrengungen zur CO2-Reduktion auf Bundes-und Landesebene", so Weninger.

Becher weist darauf hin, dass neben dem privaten Wohnbau auch die gemeinnützige Wohnungswirtschaft gestärkt werden müsse, um Sanierungen voranzutreiben sowie neuen und leistbaren Wohnraum zu schaffen. Sie hebt daher die im Regierungsprogramm vereinbarte Steigerung der Investitionskraft für mehr Neubau und Sanierung im Bereich des gemeinnützigen Wohnbaus hervor. (Schluss) bj/rm/mp

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