FP-Fürnkranz: Wachzimmer-Kahlschlag im 1.Bezirk verantwortungslos

Ist eine Straftat pro Bewohner und Jahr noch nicht genug?

Wien (OTS/fpd) - Es sei unerhört und ein Anschlag auf die Sicherheit von Bewohnern wie Besuchern Wiens, dass gleich drei Wachzimmer in der Innenstadt geschlossen werden sollen, kritisiert der FPÖ-Klubobmann der Bezirksräte im 1. Bezirk Georg Fürnkranz die Zusperr-Pläne von Bürgermeister Häupl und Innenministerin Mikl-Leitner.

Dabei sei der 1. Bezirk jahrzehntelanger Rekordhalter bei der Kriminalität mit rund 17.000 Anzeigen pro Jahr, was einer Straftat pro Bewohner (!), die allerdings in aller Regel nicht Täter, sondern Opfer der Taten seien, oder knapp 50 pro Tag entspreche, ist Fürnkranz über den sicherheitspolitischen Amoklauf von Rot-Schwarz entsetzt.

"Da haben wieder einmal die weltfremden Erbsenzähler zugeschlagen:
rein statistisch hat der 1. Bezirk natürlich mehr Wachzimmer pro Einwohner als andere, aber nirgends sind so viele Menschen und nirgends gibt es so viele Straftaten wie hier", fasst Fürnkranz die Situation zusammen und kündigt massiven Widerstand der FPÖ gegen die Postenschließungen an.

Man müsse die Innenstadt mit ganz anderen Maßstäben messen, weil sich tagtäglich mehr als 10x so viele Menschen im 1. Bezirk aufhielten, um zu arbeiten oder ihre Freizeit zu genießen, wie Bewohner hier gemeldet seien. So erkläre sich auch die zuletzt vom elf Mal so großen 10. Bezirk knapp übertroffene Zahl an Straftaten.

Vor allem das zentral gelegene Wachzimmer Am Hof, das zuletzt im Zusammenhang mit den Ausschreitungen der linksextremen Randalierer gegen den Akademikerball traurige Berühmtheit erlangt habe, sei für die Sicherheit von Bewohnern und Besuchern unerläßlich. "Angeblich soll dort nur zugesperrt werden, weil der Hauseigentümer andere Interessen hat", fordert Fürnkranz Aufklärung.

Ob Parlament, Justizpalast und die Ministerien am Stubenring keine Bewachung mehr brauchen, müsse sich Mikl-Leitner mit den Regierungskollegen ausmachen. Es sei jedenfalls nicht vorstellbar, dass ein Verzicht zu verantworten sei, meint Fürnkranz.

Auch sei die Argumentation, man könne innerhalb weniger Minuten am Tatort sein, gerade im Fall der Innenstadt sinnlos, weil für die Art von Delikten, die hier besonders häufig sind - (Taschen-) Diebstahl usw. - Wachzimmer benötigt würden, um Anzeigen entgegennehmen zu können, ein Notruf hingegen zum Glück oft nicht erforderlich und sinnvoll sei, so Fürnkranz.

Jedenfalls sei es ungeheuerlich, dass die rot-schwarzen Regierungspolitiker Häupl und Mikl-Leitner hier - statt das Versprechen zusätzlicher Polizisten einzulösen - weiter an der Demontage der öffentlichen Sicherheit in Wien arbeiten. Die FPÖ werde mit allen zu Gebote stehenden Mitteln dagegen ankämpfen, schließt Fürnkranz. (Schluss) hn

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