FP-Gudenus: Der große Sicherheitsschwindel

Wien braucht ein Sicherheits- und kein Unsicherheitspaket

Wien (OTS/fpd) - "Was den Wienern als neues Sicherheitspaket verkauft wird, ist ein Unsicherheitspaket gebaut auf falschen Tatsachen", ist der freiheitliche Klubobmann der Wiener FPÖ, Mag. Johann Gudenus, empört.

"Wenn nun behauptet wird, dass durch die Wachzimmerschließungen Polizisten schneller an Einsatzorten sein werden, ist das schlicht falsch", sagt Gudenus. Denn bereits jetzt brauchen Einsatzwägen maximal zwischen 3 und 4 Minuten zum Einsatzort. "Das ist gelebter Status Quo und kein erfolgreiches Verhandlungsergebnis, wie man gerne aus dem Rathaus hört", deckt Gudenus auf.

"Auch mit dem Versprechen, dass zusätzlich 1000 uniformierte Beamte bis 2015 in Wien eingesetzt werden sollen, streut man den Wienern nur Sand in die Augen", ist der Freiheitliche empört. "Denn die besagten 1000 Beamten mehr sollen nur die ohnehin bis dato nicht besetzten Planstellen füllen, neue Planstellen sind nicht angedacht", erläutert Gudenus die Situation. Planstellen müssen aber sein, denn ohne virtuellen Arbeitsplatz gibt es keine neuen Beamten.

Was zudem gerne verschwiegen wird, ist die Studie "Die Altersstruktur des Bundespersonals - Implikationen und Vorschau bis 2020" vom Oktober 2008. Diese besagt, dass es österreichweit 10.000 Polizisten bis zum Jahr 2020 weniger geben wird. Knapp die Hälfte davon allein in Wien!

"Der Personalstand bei der Polizei ist jetzt schon ein massiv überalterter, die 1000 Polizisten mehr werden für Wien also längst nicht reichen" ist Gudenus sicher. " Auch durch Maßnahmen wie dem polizeilichen online-Support, die den Bürgern als "besondere Ermittlungsmaßnahmen" verkauft werden, ist klar, dass die Polizisten gar nicht die Zeit haben werden, vermehrt auf der Straße zu sein. "Hier wird der Bevölkerung etwas vorgemacht, dass schlicht nicht der Wahrheit entspricht", zeigt sich Gudenus entsetzt.

"Ich fordere sowohl von der Innenministerin als auch vom Bürgermeister endlich eine Offenlegung konkreter Zahlen und ihr folgend ein neues Sicherheitskonzept, das den Wienern auch wirkliche Sicherheit gibt. Es muss endlich Schluss sein mit dem Herumjonglieren von Zahlen und dem Verschieben von Polizisten. Die Bürger haben ein Recht auf Sicherheit, die nicht dem budgetären Sparkurs zum Opfer fallen darf - gerade in Zeiten immer ausufernder Kriminalität", sagt Gudenus abschließend. (Schluss)

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