ORF III am Dokumontag: Wie viel Fisch darf's sein? Ein Themenabend zum Beginn der Fastenzeit

Wien (OTS) - Bei der Entscheidung, wie viel Heringsschmaus es am Aschermittwoch werden soll, hilft ORF III Kultur und Information am Montag, dem 3. März 2014, mit einem Doku-Schwerpunkt über das Geschäft mit dem Fisch. Die Nahrungsquelle Fisch ist gefährdet wie nie zuvor: Überfischung, rücksichtslose Fangpraktiken und Wasserverschmutzung bedrohen Artenreichtum und Lebensräume. Die Überfischung der Ozeane, ihre Folgen und mögliche Lösungen thematisiert zunächst der Film "Der letzte Fisch: Unsere Meere am Scheideweg" um 20.15 Uhr. Das drohende Aussterben des Thunfischs beleuchtet dann um 21.00 Uhr der Ökothriller "Der letzte Fang". In "Schmutziges Wasser" um 22.30 Uhr geht es um polnische und russische Industriegebiete an der Ostsee, die die umliegenden Gewässer zunehmend in eine Abwasserkloake verwandeln. Zurück zum Fischkonsum führt die österreichische Erstausstrahlung der Dokumentation "Schmutzige Shrimps" um 23.20 Uhr - was passiert, wenn ein exotisches Luxusgut zur Diskontware wird? Der Film fühlt den südostasiatischen Shrimpsfarmen auf den Zahn.

Die Sendungen im Überblick:

"DokuMente: Der letzte Fisch: Unsere Meere am Scheideweg" (20.15 Uhr)

Noch beherbergen die Ozeane einen reichhaltigen Fischbestand. Doch dieser ist begrenzt. Was getan werden muss, um ihn zu bewahren und die Nahrungsquelle Fisch zu erhalten, beleuchtet die Dokumentation "Der letzte Fisch: Unsere Meere am Scheideweg". Rund 90 Millionen Tonnen Fisch werden pro Jahr aus den Weltmeeren gezogen - und bis zu 90 Prozent eines jeden Fischzugs wird als sogenannter wertloser Beifang wieder über Bord geworfen. Fischproduzenten täuschen die Verbraucher, indem sie zunehmend auf Aquakulturen von Meeresfischen setzen, um so die Ozeane angeblich vor der Überfischung zu retten. Doch diese verschärfen den Fischereidruck - um ein Kilo Fischfleisch in einer Aquakultur heranzuziehen, braucht man bis zu fünf Kilo Wildfisch, der in Form von Fischmehl verfüttert wird. Doch es gibt Experten, die davon überzeugt sind, dass nachhaltige Fischerei möglich ist.

"Doku.Zeit: Der letzte Fang" (21.00 Uhr)

Regisseur Markus CM Schmidt zeigt in dem packenden Ökothriller "Der letzte Fang" um 21.05 Uhr die ungeahnte Welt, die sich hinter dem Thunfischfang verbirgt. Ausgestattet mit investigativem Spürsinn und jeder Menge kritischer Fragen reist der Filmemacher um die halbe Welt, um die Machenschaften der millionenschweren Thunfischbranche aufzudecken. Was er zu sehen bekommt, übertrifft sämtliche Erwartungen: Betrug, Tierquälerei, finanzielle Spekulation, Korruption - rund um den Fischfang entspinnt sich ein dichtes Netz krimineller Aktivitäten.

"Doku.Zeit: Schmutziges Wasser" (22.30 Uhr)

Weg vom Fischfang, aber dennoch ins Wasser führt die Dokumentation "Schmutziges Wasser". Die wachsende Industrie in Polen und Russland verschmutzt zunehmend die Ostsee. Agrar- und Umweltpolitik befinden sich auf Kollisionskurs. Die Gründe dafür liegen u. a. in der zunehmend effizienter arbeitenden Landwirtschaft Polens und Russlands immenser Fleischproduktion. Eine große Schweinefarm belastet die Umwelt in gleichem Maße wie eine kleine Stadt, aber im Gegensatz zum urbanen Gebiet gibt es keine oder nur eine unzureichende Abwasserbehandlung. Der ansteigende Fleischkonsum verwandelt die Ostsee in eine riesige Kloake von tierischen Abfällen.

"DokuMente: Schmutzige Shrimps" (23.20 Uhr)

Ein weiteres Problem des Luxuskonsums beleuchtet abschließend die österreichische Erstausstrahlung der Dokumentation "Schmutzige Shrimps". Das frühere Luxusprodukt Shrimps ist mittlerweile Diskontware. Die meisten Shrimps stammen aus Südostasien, vor allem aus Thailand. Doch die entsprechenden Aquakulturen haben bereits große Teile der Mangrovenwälder Thailands zerstört, intensiver Chemieeinsatz und ungeklärte Abwässer belasten ganze Regionen. Zu welchen Folgen hat die Massenproduktion der Shrimps tatsächlich geführt? Michael Höft und Christian Jentzsch haben gemeinsam mit einem Kamerateam Greenpeace-Experten auf einer Reise nach Thailand begleitet.

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