Neues Volksblatt: "Schmieds (Un-)Geist" von Markus EBERT

Ausgabe vom 28. Februar 2014

Linz (OTS) - "Penibel, lückenlos und unaufgeregt" solle die Datenaffäre aufgeklärt werden, sagte die zuständige Unterrichtsministerin Ga-
briele Heinisch-Hosek (SPÖ). Damit hat sie grundsätzlich recht, aber ob sich die Sache wirklich noch "unaufgeregt" abhandeln lässt, darf bezweifelt werden. Dafür wurde schlicht zu viel verbockt, die Frage ist nur, von wem - jemandem im Ministerium, im Bifie oder im für die Datenspeicherung verantwortlichen Unternehmen. Letzterem jedenfalls kann man nicht anlasten, dass das Problem zwar seit Wochen bekannt war, aber außer einem "umgehenden Briefverkehr" zwischen Ministerium und Bifie nichts unternommen wurde. Wie sagte doch Ex-Bifie-Chef Günter Haider: "In einer so sensiblen Sache muss man sensibel reagieren". Diese besondere Sensibilität ist auch deswegen angebracht, weil nun auch die ohnehin umstrittene Zentralmatura erneut in Diskussion gerät. Wer einmal erlebt hat, wie groß nach wie vor auch bei den Lehrern die Verunsicherung über die standardisierte Reifeprüfung ist, weil offensichtlich die Informationspolitik des Bifie weiter suboptimal ist, der weiß, dass jedes weitere Fragezeichen so notwendig wie ein Kropf ist. Erstaunlicherweise hat sich Heinisch-Hosek in Sachen Zentralmatura zwar Sorgen um die Schüler gemacht, die Lehrer waren ihr aber kein Wort des Bedenkens wert. Offenbar wirkt der (Un-)Geist von Claudia Schmied im Unterrichtsministerium noch nach.

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