NEOS: Einführung der Klein AG als neue Unternehmensform

Niko Almpräsentiert gemeinsam mit Alexander Langgruber von der Initiative Gewinnfreibetrag ein zweites Unternehmer_innenpaket

Wien (OTS) - NEOS EPU/KMU Sprecher Niko Alm präsentierte heute anlässlich einer Pressekonferenz gemeinsam mit Alexander Langgruber von der Initiative Gewinnfreibetrag (IG) ein zweites Unternehmer_innenpaket. Alm schlägt die Einführung der Klein AG als neue Unternehmensform vor und unterstützt wiederholt die Forderung der IG, die Investitionspflicht beim Gewinnfreibetrag aufzuheben.

"Der Wankelmut der Zurufer von außen ist schon sehr ernüchternd. Das ist nicht mehr als Schall und Rauch, was hier von Seiten der Wirtschaftskammer und des Wirtschaftsbundes übriggeblieben ist. Zuerst unterschreiben sie mit stolzer Brust das Regierungsprogramm, dann wird anständig gezündelt und das Haus in Brand gesteckt. Wirtschaftskammer Präsident löscht dann lediglich die Besenkammer mit der Rücknahme der Änderung bei der GmbH light aber lässt sich jetzt als großer Held feiern. Was bleibt, ist ein gefährlicher Flächenbrand. Die Regierungsfraktionen haben es verabsäumt, ein klares Bekenntnis zur Förderung und Entlastung von KMUs und EPUs abzugeben", kritisiert Alm.

Der Offenbarungseid der Regierungsfraktionen im Parlament zeige eine nüchterne Bilanz: die Abschaffung der Gesellschaftssteuer per Ende 2014; die Abschaffung der Mindestkörperschaftssteuer und der Entfall der Investitionspflicht beim Gewinnfreibetrag wurden ebenso abgelehnt wie die Neuordnung der GmbH mit einem Startstammkapital von Euro 0 (GmbH zero).

Die Resonanz auf das NEOS Erste Hilfe Paket für KMUs/EPUs und Start-Ups im Rahmen der Diskussion rund um das beschlossene Abgabenänderungsgesetz war sehr positiv. Zahlreiche Netzwerke und Initiativen unterstützen die Vorschläge von NEOS und teilen die Kritik an der Bundesregierung. Die Initiative Gewinnfreibetrag wurde im Jänner 2014 gegründet mit dem Ziel die angedachten Änderungen im Abgabenänderungsgesetz im Zusammenhang mit der Gewinnfreibetrtags-Regelung zu verhindern. Derzeit umfasst die Gruppe mit 8100 Mitgliedern und repräsentiert mehr als 1/3 der betroffenen KMUs.

"Was unsere unabhängige Initiative und die NEOS verbindet sind das gemeinsame Engagement die geplanten Änderungen betreffend die Gewinnfreibetrags-Regelung zu Fall zu bringen. Hier geht's nicht um Parteipolitik sondern schlicht weg um die Frage, warum 20.000 KMUs und EPUs alleine die Belastungswelle von 50 Millionen Euro stemmen müssen. In den Reihen der anderen Oppositionsparteien gab es zwar auch vereinzelt Stimmen, wie etwa Volker Plass und Matthias Köchl von den Grünen, auch bei Teilen des Wirtschaftsbundes, aber die NEOS sind hier geschlossen dagegen aufgetreten und haben Rückgrat bewiesen", kommentiert Alexander Langgruber von der IG das gemeinsame Auftreten mit den NEOS.

Niko Alm will diesen positiven Schwung an Unterstützung nützen und weiter in Zukunft blicken. Er schlägt die Einführung der Klein AG als neue Unternehmensform vor. Für Alm würden sich in der Klein AG die Vorteile beider Kapitalgesellschaften verbinden lassen:
* Grundkapital 20.000 Euro (davon ein Viertel bei Gründung bar einzuzahlen);
* Leichtere Aufnahme von Eigenkapital;
* Aufsichtsrat- und Abschlussprüferpflicht nur, wenn bestimmte Schwellen bei Bilanzsumme, Umsatz, oder Mitarbeiteranzahl überschritten werden
* Bedingtes und genehmigtes Kapital, sowie der Erwerb eigener Aktien werden wie bei der AG behandelt
* Aktienoptionsprogramme durch Unterlegung von eigenen Aktien oder
* bedingtes Kapital ist bis zur einer Schwelle von jeweils 20% zulässig
* Möglichkeit der jederzeitigen Umstellung auf eine normale AG

"Die GmbH stammt als Rechtsform aus dem 19. Jahrhundert. Sie ist für Unternehmen mit regelmäßigen Umsätzen und stabilen Eigentümerverhältnissen immer noch gut geeignet. Anforderungen, denen Start-Ups am Beginn des neuen Jahrtausends ausgesetzt sind, wird sie aber nicht gerecht. Und wieder wollen wir die Bundesregierung und alle Parlamentsparteien dazu aufrufen, einen mutigen Schritt für ein zukunftsfittes und generationengerechtes Unternehmertum und den Wirtschaftsstandort Österreich zu machen", schließt Alm.

link PK-Unterlage: neos.eu/UnternehmerpaketII.pdf

Rückfragen & Kontakt:

NEOS Presseteam im Parlamentsklub
presse@neos.eu
01 40110-9091

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEK0002