Endlich tragfähige Lösungen für das Fluglärmproblem statt unzulässig verharmlosende Beschwichtigungen!

Sofortige Einstellung der Windstille-Abflugroute Liesing im Interesse des Steuerzahlers!

Wien (OTS) - Die geschickt formulierten Beschwichtigungen in der neuesten Presseaussendung von Herrn Gemeinderat Valentin zur Fluglärmproblematik
http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20140226_OTS0233 zeigen den
bereits gewohnten Hang zur Realitätsverweigerung. So wird dort geflissentlich verschwiegen, dass vor 2004 gar nicht über Liesing gestartet wurde. Keine Erwähnung findet auch die in dem so genannten Flughafen-Mediationsverfahren ebenfalls ohne Beteiligung der Betroffenen über den Süden Wiens verlegten Nachtflugrouten und die 2006 neu geschaffene Landeroute dort.

Dass die Fluglärmkarten des Flughafen-Dialogforums auf Grund einer willkürlich festgelegten Berechnungsgrenze bereits bei dem rein statistischen Wert von 45 dBA Dauerschallpegel enden, sollte dem Vertreter des Wiener Bürgermeisters im Flughafen-Dialogforum ebenso bekannt sein, wie dass damit noch lange keine Gesundheitsgefährdung durch Fluglärm ausgeschlossen werden kann.

Vielmehr zeigen die bereits 2010 veröffentlichten und bisher umfangreichsten Studien zur Gesundheitsschädlichkeit von Fluglärm, dass Tagfluglärm ab 40 dBA das Risiko für eine Reihe von schweren Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems, Brustkrebs und Depression signifikant erhöht. Darüber können auch die zum wiederholten Mal zweckentfremdeten WHO-Werte nicht hinwegtäuschen, sind doch diese so weder auf Fluglärm anwendbar noch garantieren sie gesundheitliche Unbedenklichkeit.

Und statt sich im Interesse von mehr als 100.000 Betroffenen vehement für die Einstellung der Windstille-Abflugroute Liesing einzusetzen und so dem Steuerzahler jährlich mehr als 18 Millionen Euro an Gesundheitskosten zu ersparen, findet sich in der Presseaussendung der ungenierte Versuch, Fluglärmbetroffene gegeneinander auszuspielen. So wird behauptet, dass ein gekurvter Anflug über Liesing gehen würde. Tatsächlich sieht ein entsprechender Vorschlag eines Piloten jedoch vor, erst bei Kledering auf Wiener Gebiet einzukurven.

Nicht zuletzt sollte es für verantwortungsbewusste Politiker auch keinen Grund geben, darauf stolz zu sein, dass die Austro Control die für die Flugroute Liesing vereinbarten 6,9 Prozent noch nie eingehalten hat und die seit Jahren diskutierten Lösungsvorschläge bisher alle verhindert hat.

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