FPÖ-Obermayr: EU-Visumsliberalisierung für Moldawien erhöht Armutsimmigration in die EU

Dramatische Situation von Moldawischen Kindern als "Sozialwaisen"

Wien (OTS) - "Eines der ärmsten Länder Europas erhält einen privilegierten Zugang zur EU zugestanden und wird in die Liste von Drittländern aufgenommen, welche von der Visumspflicht befreit sind", so Mag. Franz Obermayr, EU-Mandatar der Freiheitlichen Partei Österreichs über eine Abstimmung im EU-Parlament.

Moldawien zählt mit einem monatlichen Einkommen von ungefähr 20 Dollar zu den ärmsten Ländern Europas. Damit ist laut einer GfK-Studie die Kaufkraft der Schweiz 28-mal höher als in Moldawien. Schätzungen zufolge leben etwa 20 Prozent der Bevölkerung unter der Armutsgrenze. Infolge der internationalen Wirtschaftskrise und interner politischer Krisen bleibt die Armut ein, vielschichtiges Problem, das vor allem ländliche Regionen betrifft. "Anhand dieser Fakten besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass zahlreiche moldawische Staatsbürger in die EU einreisen werden, um sich hier als Billigarbeiter ein Einkommen zu verdienen. Mittelfristig wird dies jedoch zu Lohndumping und somit zu Druck auf unsere einheimischen Arbeitskräfte führen", sagt Obermayr voraus.

Abgesehen davon, haben bereits vor dem Wegfall des Visumszwanges für moldawische Staatsbürger von den 4 Millionen Einwohnern rund 1 Million das Land verlassen. "In den Dörfern blieben viele Kinder ohne ihre Eltern zurück", stellt Obermayr schockiert fest. Mit Wegfall des Visumszwanges sei auch hier eine weitere Verschärfung der Entwicklung zu erwarten. "Es liegt in der Verantwortung der EU, solche Entwicklungen zu erkennen, ehe man leichtfertig durch Visaliberalisierung erhöhte Abwanderung fördert! Den moldawischen Kindern wird damit jedenfalls nicht geholfen sein", betont Mag. Franz Obermayr abschließend.

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