VP-Juraczka/Aichinger fordern Offensive für alle Wiener Einkaufsstraßen

Stadt Wien will 30 Millionen Euro in Mariahilfer Straße investieren, stellt aber nur 1,3 Millionen Euro für die anderen 84 Einkaufsstraßen Wiens zur Verfügung

Wien (OTS) - Angesichts der 30 Millionen Euro, die bei positivem Ausgang der "Bürger/innen-Umfrage" in die Neugestaltung der Mariahilfer Straße investiert werden sollen, forderten heute der Landesparteiobmann der ÖVP Wien, Stadtrat Manfred Juraczka, sowie der Klubobmann der ÖVP Wien, Fritz Aichinger, eine Offensive für alle anderen Wiener Einkaufsstraßen und präsentierten dazu einen entsprechenden Forderungskatalog. Derzeit stelle die Stadt Wien für die Förderung der Wiener Einkaufsstraßen lediglich 1,3 Millionen Euro zur Verfügung. Umgerechnet auf die 84 Einkaufsstraßen abseits der Mariahilfer Straße würden das 15.000 Euro pro Straße bedeuten. "30 Millionen Euro für eine funktionierende Einkaufsstraße und rund 15.000 für zumeist nicht funktionierende Einkaufsstraßen - hier fehlt eindeutig jegliche Relation", kritisiert Juraczka. "Alle 23 Bezirke haben das Recht auf funktionierende und attraktive Einkaufsstraßen", so Aichinger.

Die ÖVP Wien fordere daher eine deutliche Aufstockung der Mittel für jene Einkaufsstraßen, die mit zum Teil massiven Problemen, wie Leerständen über längere Zeit, fehlenden Branchenmix, unerwünschten Lokalitäten oder zunehmender Konkurrenz durch Einkaufszentren am Stadtrand, zu kämpfen haben. "Alleine in Hernals sind im letzten Jahr rund 350 Unternehmerinnen und Unternehmer abgesiedelt oder mussten zusperren", so Juraczka. "Anstatt Unsummen in ein grünes Prestigeprojekt zu investieren, das noch dazu von den betroffenen Wirtschaftstreibenden mit deutlicher Mehrheit abgelehnt wurde, brauchen wir eine Offensive für die Wiener Einkaufsstraßen, die es wirklich brauchen", so der Klubobmann der ÖVP Wien Fritz Aichinger. "Wer attraktive innerstädtische Einkaufsstraßen erhalten und die Nahversorgung in der Stadt sichern will, der muss auch die entsprechenden Mittel bereitstellen", so Juraczka und Aichinger unisono. "Im Gegensatz zur Mariahilfer Straße hätte man bei den Investitionen auch alle mit im Boot: Anrainer, Kunden als auch die Wirtschaftstreibenden."

Vor allem im Hinblick auf die Erdgeschoßzonen präsentierte dazu der Klubobmann der ÖVP Wien, Fritz Aichinger, einen umfassenden Forderungskatalog wie z.B. die Förderung und Verwaltungsvereinfachung bei Sockelsanierungen, Erleichterungen in der baulichen Zusammenführung von Erdgeschoßflächen, Zurverfügungstellung von freien Erdgeschoßflächen, die im Besitz der Stadt Wien sind, gezielte Grätzelprojekte mit aktiver Einbeziehung der Geschäftslokale oder die Forcierung und Förderung von baulichen Schutzvorrichtungen, wie Schall- und Geruchsdämpfungseinrichtungen. Weiters bedürfe es auch einer Informationskampagne der Stadt Wien über anderweitige Nutzungsmöglichkeiten von freien Erdgeschoßflächen sowie einer zukunftsorientierten Verkehrspolitik, die die Wirtschaftspolitik unterstütze, so Aichinger. Hierbei würde vor allem der Anschluss an eine U-Bahn - wie im Nordwesten Wiens mit der Umsetzung der U5 -maßgeblich zur Attraktivität der Einkaufsstraßen beitragen.

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