"Pompeji - Das Rätsel der Steinmumien" in "Universum History"

Zum Kinostart von "Pompeii" am 28. Februar in ORF 2

Wien (OTS) - Es war eine der größten Naturkatastrophen der Menschheitsgeschichte - der Ausbruch des Vesuvs im Jahr 79 nach Christus. Ganz Pompeji, eine Stadt mit rund 20.000 Bewohnerinnen und Bewohnern, wurde innerhalb weniger Stunden unter einer fünf Meter dicken Ascheschicht begraben. Einzigartig ist vor allem die Tatsache, dass der Vulkanausbruch vor 2.000 Jahren die Zeit quasi zum Stillstand brachte. Zum Kinostart von Paul W. S. Andersons Historienepos "Pompeii" am 28. Februar beleuchtet "Universum History" in Chris Holts Dokumentation "Pompeji - Das Rätsel der Steinmumien" (deutsche Bearbeitung: Stefanie Simpkins) am Freitag, dem 28. Februar 2014, um 22.40 Uhr in ORF 2, was damals tatsächlich passiert ist -und wie es dazu kam, dass Forscher/innen nicht Skelette und Knochen der ehemaligen Bewohner/innen fanden, sondern steinerne Mumien.

Die gesamte Stadt Pompeji war 79 nach Christus durch Vulkanasche versiegelt worden. Als die Archäologen im 17. Jahrhundert mit den Ausgrabungen begannen, entdeckten sie eine perfekte Abbildung des Lebens in der römischen Antike wie auf einem Schnappschuss festgehalten. Immer noch intakt waren Tempel und Badehäuser mit imposanten Wandgemälden; selbst das älteste Stein-Amphitheater der Welt war fast unzerstört. Aufsehenerregend waren aber vor allem die Leichen, die man überall in der Stadt fand: In Asche eingekapselt waren die Körper zwar längst zu Skeletten verfallen, doch ihre Formen waren erhalten geblieben. Es wirkte, als wären die Menschen im letzten Moment ihres Lebens erstarrt.

Jahrelang hatte man angenommen, dass die Menschen von der herabfallenden Asche einfach erstickt worden wären. Allerdings zeigt ein Vergleich mit heutigen Erstickungsopfern, dass diese im Moment des Todes zusammenbrechen und in irgendeiner Art und Weise am Boden liegen bleiben. Die Menschen im Pompeji wurden aber zum Teil sitzend oder wie in einer Bewegung innehaltend gefunden - was die Theorie vom Tod durch Ersticken widerlegt.

Erst als 1980 im Bundesstaat Washington der Mount St. Helens ausbrach und es der Wissenschaft gelang, die gesamte Eruption zu filmen, verfestigte sich eine andere Theorie: Sowohl der Mount St. Helens als auch der Vesuv sind sogenannte Schichtvulkane. Sie unterscheiden sich von anderen Vulkanen dadurch, dass sich Gas im Magma befindet. Und dieses führt zu explosionsartigen Ausbrüchen: Der Berg wird gesprengt und setzt eine brennend heiße Lawine aus Gas und Schutt frei, die alles zerstört, was sich ihr in den Weg stellt. Dieses Phänomen nennt man einen pyroklastischen Strom. Durch ihn sind die Menschen in Pompeji ums Leben gekommen.

Warum ist aber selbst die Kleidung der Menschen in der Aschehülle noch erkennbar? Und warum sind in Herculaneum, einem Ort, der noch näher am Krater des Vesuvs liegt, nur Skelette und verbrannte Knochen gefunden worden - statt der Formen in Pompeji? Antworten auf diese Fragen liefert "Universum History". Mit hochwertigen Reenactments wird ein lebendiger Eindruck der damaligen Zeit - der Menschen und ihrer Lebensbedingungen - vermittelt. Mit Hilfe führender Historiker/innen, Forensiker/innen, Vulkanologen und modernster Technik wird das Geheimnis um die letzten Stunden Pompeijs gelüftet -und zwei ehemalige Bewohner Pompeijs werden zum Leben erweckt.

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