Kinder entdeckten Friedhof der Kuscheltiere

Grausige Kadaver und Körperteile von Katzen bei Hochstand gefunden

Wien (OTS) - Einen grausigen Fund machten Kinder aus Pebering bei Eugendorf am Abend des 25. Februar. Sie entdeckten Tierkadaver in und neben einem Entwässerungsgraben vor einem Jägerhochstand.

Dabei waren abgetrennte Gliedmaßen von Katzen, Rehen, und Vögeln. "Die Eltern der Kinder verständigten uns, da die Kinder besonders vom Anblick eines Katzenkopfes schwer geschockt waren", schilder Janina Koster vom Österreichischen Tierschutzverein die Situation.

Der Österreichische Tierschutzverein unternahm daraufhin gestern einen Lokalaugenschein und barg ca.7 Kadaver aus dem Gewässer. In weiteren Fällen war der Verwesungsprozess so weit fortgeschritten, dass eine Bergung nicht mehr möglich war. "Ein Katzenfell in relativ gutem Zustand wies eindeutige Schroteinschüsse auf, die aus nächster Nähe erfolgten. Dies erlaubt den Schluss, dass es sich dabei nicht um verwilderte Streunerkatzen, sondern um zahme Hauskatzen handelte", ist Koster entsetzt.

Die Anwesenheit unserer Mitarbeiter entging nicht der Aufmerksamkeit der Bevölkerung, so kamen zuerst ein Landwirt, dann der Bürgermeister Johann Strasser und schließlich der Jäger Franz K. vor Ort. Der Jäger gab vor mehreren Zeugen zu, Katzen im Rahmen der gesetzlichen Regelungen zu erschießen und deren Körperteile dann zum Anlocken von Füchsen auszulegen. Laut dem Salzburger Landesjagdgesetz dürfen (nicht müssen!) im Wald herumstreifende Katzen erschossen werden.

Unverständlich bleibt, wieso die Kadaver in einem Gewässer deponiert wurden, das Amt für Gewässerschutz wurde informiert.

Auch viele Fischüberreste wurden vor Ort gefunden. Vermutlich wurden damit diverse Tiere in die tödliche Falle gelockt. Ein Bein eines großen Vogels (Fischreiher oder Storch), sowie eine ganze Krähe wurden ebenfalls entdeckt.

Für den Österreichischen Tierschutzverein ist damit leider erneut der Beweis erbracht, dass unzählige Haustiere von Jägern erschossen werden und es sich nicht, wie stets von der Jägerschaft behauptet, um Einzelfälle handelt. Das tote Haustier ist nach wie vor Besitz seines Halters und müsste diesem auch zurückgegeben werden, anstatt zerteilt als Köder verwendet zu werden. "Bitte unterstützen Sie unter www.haustierabschuss.at unsere Forderung nach einem Verbot des Haustierabschusses", appelliert Koster abschließend an die Bevölkerung.

Rückfragen & Kontakt:

Janina Koster
Mobil: 0664/84 68 247

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