"profil online": Neue brisante Fragen um die Burg

Endbericht der KPMG-Prüfer wurde Silvia Stantejsky bisher nicht vorgelegt - Bankschulden stiegen im ersten Jahr der Direktion Hartmann um rund dreieinhalb Millionen Euro

Wien (OTS) - Wie "profil online" exklusiv berichtet, wurde der Endbericht der forensischen Untersuchung der KPMG-Prüfer der entlassenen Geschäftsführerin des Burgtheaters, Silvia Stantejsky, noch nicht vorgelegt. Das behaupten zumindest die Rechtsvertreter der ehemaligen Geschäftsführerin (HHL Rechtsanwälte): "Weder der Inhalt des Zwischen- noch des Endberichts ist Frau Mag. Stantejsky bekannt. Frau Mag. Stantejsky hat erst aus den Medien von den im Zwischenbericht erhobenen konkreten Vorwürfen erfahren." Dies widerspricht dem, was Holding-Chef Georg Springer kommuniziert hatte. Ende Jänner kündigte er noch an, man wollte den Endbericht abwarten, dieser solle zuerst Stantejsky vorgelegt werden, damit sie dazu Stellung nehmen könne, dann dem Aufsichtsrat und dann erst der Öffentlichkeit präsentiert werden. "Frau Mag. Stantejsky hätte selbstverständlich zu den Ergebnissen des Berichts Stellung genommen und dabei allfällige Vorwürfe entkräftet. Dazu hat sie jedoch nie Gelegenheit erhalten, obwohl man ihr das zugesagt hatte", so die Anwälte.
Zudem berichtet profil von einem Anstieg der Burg-Bankschulden im ersten Jahr unter Burgtheaterdirektor Matthias Hartmann. Stehen 2008 unter "Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten" noch 1.723.200,47 Euro im Jahresabschluss, so stieg dieser Betrag 2009 auf 5.166.886,55 an. Das widerspricht der von Hartmann beharrlich vorgebrachten These eines langsamen, aber beständigen Anstiegs der Fixkosten.

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