NEOS: Lohnschere zwischen Frauen und Männer, ein Armutszeugnis für die österreichische Gleichstellungspolitik

Angelika Mlinar: "Heinisch-Hosek muss endlich aktive Reformschritte setzen"

Wien (OTS) - Die aktuellen Daten zur geschlechterspezifischen Lohnschere sind ein Armutszeugnis für die österreichische Gleichstellungspolitik. Laut jüngsten Zahlen von Eurostat hat Österreich innerhalb der EU die zweitgrößte geschlechterspezifische Lohndifferenz mit 23,4 Prozent. "Die Reformunwilligkeit der Regierung zeigt sich in der Lohnschere zwischen Frauen und Männern besonders dramatisch. Es reicht nicht immer von Gleichstellung zu sprechen, aber nie umfassenden strukturellen Reformen anzugehen", zeigt sich NEOS-Frauensprecherin Angelika Mlinar enttäuscht.

Die Ursachen dieser Ungerechtigkeiten lägen tief verwurzelt in tadierten Rollenbildern und Lebensrealitäten.
"In Österreich sind Frauen und Männer besonders stark in klassischen Rollenbildern verankert. Dies äußert für Frauen oft in der Berufswahl, den Beschäftigungsverhältnissen und den Mehrfachbelastungen durch Familie und Beruf", konkretisiert Mlinar das Problem. "In Österreich ist ein stärkerer Ausbau der Kinderbetreuung und die direkte Förderung von Sachleistungen der Schlüssel für mehr Geschlechtergerechtigkeit. Gerade solche Maßnahmen sind besser geeigent als Transferleistungen um berufstätige Frauen zu entlasten, fördern Partizipation und Wettbewerbsfähigkeit."

Auch NEOS-Sozialsprecher Gerald Loacker fühlt sich durch die aktuellen Daten in der Forderung der NEOS nach einer frühzeitigen Anhebung des Frauenpensionsalters bestätigt. "Frauen sind durch das frühere Pensionsantrittsalter am Arbeitsmarkt schneller alt. Einerseits werden Frauen dadurch Aufstiegschancen verbaut, die sich oft gegen Ende der Erwerbstätigkeit ergeben. Andererseits reduziert sich sowohl für Arbeitgeberinnen als auch für Arbeitnehmerinnen der Anreiz in Weiterbildung zu investieren. Eine hausgemachte Benachteiligung von Frauen durch die Bundesregierung," so Loacker.

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