KO Hirz: Grüne OÖ klar für alternative Leistungsbeurteilungen in Volksschulen

Alternative Leistungsbeurteilung seit Jahrzehnten eine Erfolgsgeschichte in OÖ, ablehnende Haltung von OÖ. Landesschulratspräsident Enzenhofer völlig unverständlich

Linz (OTS) - "Wir Grüne OÖ sind ganz klar für alternative Leistungsbeurteilungen in Volksschulen und Schulautonomie in diesem Bereich. Diese sind kein Novum, sondern haben sich bereits in vielen Schulversuchen in Oberösterreich bestens bewährt. Dass Landesschulratspräsident Enzenhofer auf Ziffernnoten beharrt und einen Reformweg verweigert, ist daher völlig unverständlich". Mit klaren Worten reagiert der Klubobmann und Bildungssprecher der Grünen OÖ, Gottfried Hirz auf die ablehnende Haltung von Landesschulratspräsident Enzenhofer gegenüber alternativen Leistungsbeurteilungen an Volksschulen.

Tatsache ist, dass alternative Leistungsbeurteilungen in Oberösterreich seit fast 20 Jahren als Schulversuche erfolgreich umgesetzt werden. Konkret wird im aktuellen Schuljahr 2013/2014
im Bereich der ersten und zweiten Klassen an 423 Schulstandorten eine alternative Beurteilung angewendet - das sind 1040 Klassen, 18376 SchülerInnen und in Summe 70 Prozent aller VS Standort in Oberösterreich.
Im Bereich der dritten und vierten Klassen sind es 89 Standorte, mit 165 Klassen und 2834 SchülerInnen.

Diese positiven Erfahrungen sind auch im Kollegium des Landesschulrates bekannt, weil in diesem Gremium jährlich die Schulversuche zu beschließen sind und dort auch die Vorteile einer Übernahme ins Regelschulwesen diskutiert wurden. "Jetzt ist dies endlich im Regierungsübereinkommen verankert. Mit seiner Haltung scheint der Landesschulratspräsident dieses Regierungsprogramm aber jetzt in Frage zu stellen. Das ist mehr als verwunderlich. Würde dieser Schritt doch weniger Verwaltungsaufwand und eine Stärkung der Schulautonomie bedeuten", betont Hirz.

Sämtliche Argumente sprechen für eine alternative Leistungsbeurteilung. ExpertInnen bestätigen, dass Ziffernnoten nicht besonders aussagekräftig sind und der Zusammenhang zwischen Leistungsniveau und Noten eher gering, wenig objektiv ist und oft zu Ungerechtigkeiten führt.
Hirz: "Kinder und Eltern haben ein Recht auf eine faire und aussagekräftige Beurteilung, die Ziffernnoten sind dafür wenig geeignet. Eltern deren Kinder bereits Erfahrung mit alternativer Beurteilung haben, bestätigen das immer wieder".

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