AKS: Akute Problemfelder des Bildungssystems müssen reformiert werden!

Für eine konstruktive ganzheitliche Bildungsdebatte

Wien (OTS) - Die in den letzten Tagen losgetretene Diskussion über die Matura spielt in der momentanen bildungspolitischen Gesamtdiskussion eigentlich keine Rolle. Die AKS spricht sich seit Jahren für die Abschaffung dieser punktuellen, nichtsaussagenden Prüfung aus. Doch wer die Abschaffung der Matura fordert, muss hinter der grundlegenden Erneuerung des Schulsystems in Österreich stehen. Dringend notwendig wäre die flächendeckende Einführung von Kinderbetreuungsmöglichkeiten in ganz Österreich, die Umsetzung einer Gesamtschule der 6 - 14 Jährigen, Teamteaching, Lehrpersonenfeedback, das Abschaffen der Ziffernoten, eine Modulare Oberstufe und vieles mehr.

"Leistungsbeurteilung muss neu gedacht werden und darf nicht mehr nur darauf hinauslaufen, bei Schüler_innen Ängste hervorzurufen und sie mit wenig aussagekräftigen Zahlen abzustempeln. Dasselbe gilt für die Matura." so Claudia Satler, Vorsitzende der Aktion kritischer Schüler_innen. Eine punktuelle Prüfung kann nur sehr wenig über das in acht Jahren Erlernte aussagen. "Mit der Einführung der Zentralmatura wurde ein erster Schritt gesetzt. Es ist weder von Lehrpersonen abhängig, wie schwer oder leicht die Leistungsabfrage ist, noch ist es nur mehr eine Abfrage von auswendiggelerntem Wissen." führt Satler weiter aus.

Dass die Leistung bei der Zentralmatura natürlich weiterhin von Ziffernoten abhängig gemacht wird und es eine punktuelle Prüfung bleibt, bei der man einen guten oder einen schlechten Tag erwischen kann, darf im Diskurs über die neue Matura allerdings nicht ausgeklammert werden. Diese Probleme müssen aufgegriffen und weitergearbeitet werden.

Rückfragen & Kontakt:

Claudia Satler
AKS Bundesvorsitzende
tel: 0699 11408142
email: claudia.satler@aks.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SJO0001