Grüne fordern neuen Weg der SPÖ in bildungspolitischen Fragestellungen

Walser zum Rücktritt von Laura Rudas

Wien (OTS) - "Nach der Slalomfahrt der SPÖ in bildungspolitischen Fragestellungen, wie der Verabschiedung vom Ziel der Gemeinsamen Schule oder der völlig unüberlegten Forderung nach Abschaffung der Matura, ist nun wieder Stabilität und Verlässlichkeit von Nöten", meint Walser zur bildungspolitischen Zukunft der SPÖ.

Offenbar war es nach dem Rücktritt Elmar Mayers als SPÖ-Bildungssprecher schwierig eine Nachfolge zu finden, da Parteichef Faymann die zentralen Zielen einer sozialdemokratischen Bildungspolitik auf dem Altar großkoalitionärer Eintracht geopfert hatte. Walser erinnert daran, dass der ehemalige SPÖ-Bundesgeschäftsführer Günther Kräuter versprochen hatte, in der Bildungsfrage keine Kompromisse einzugehen. Noch am letzten SP-Parteitag wurde von der Einführung der Gemeinsamen Schule als Koalitionsbedingung gesprochen. "Davon ist im Regierungsprogramm nichts mehr übrig geblieben. Absurd ist, wenn die SP-Abgeordneten im Nationalrat gegen die eigenen am Parteitag beschlossenen Richtlinien stimmen müssen", sagt Walser.

"In der Nachbesetzung von Rudas muss die SPÖ nun zeigen, wofür sie steht: entweder für eine dringend notwendige Schulreform oder für die Einzementierung eines schon längst unhaltbaren Zustands", sagt Walser und ergänzt: "Ich wünsche Laura Rudas auf jeden Fall alles Gute für die Zukunft und viel Glück für ihre Vorhaben."

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