• 25.02.2014, 09:47:51
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JW-Rohrmair-Lewis: Abgabenänderungsgesetz entschärft - Jetzt rasch Maßnahmen für Wirtschaftswachstum

Junge Wirtschaft begrüßt Beseitigung von Hindernissen und fordert positive Impulse bei Unternehmensfinanzierung

Utl.: Junge Wirtschaft begrüßt Beseitigung von Hindernissen und
fordert positive Impulse bei Unternehmensfinanzierung =

Wien (OTS/PWK103) - "Die schlimmsten Bestimmungen für
Jungunternehmer und Gründer konnten verhindert und das
Abgabenänderungsgesetz deutlich entschärft werden. Wir hoffen nun in
Zukunft auf positive Signale von Seiten der Politik anstatt weiterer
Hindernisse für junge Unternehmen", kommentiert Herbert
Rohrmair-Lewis, Bundesvorsitzender der Jungen Wirtschaft (JW), den
gestriger Beschluss des Nationalrates zum Abgabenänderungsgesetz. Im
Vorfeld übte die JW heftige Kritik an der geplanten Rücknahme der
GmbH-Reform sowie der Abschaffung des Gewinnfreibetrags. Gemeinsam
mit der Wirtschaftskammer konnte durch intensive Überzeugungsarbeit
und Verhandlungen Schlimmeres verhindert werden. Konkret wurde die
Stigmatisierung von GmbH-Gründern als "gründungsprivilegiert" aus dem
Gesetzesvorschlag genommen. Außerdem muss keine automatische
Auffüllung des Stammkapitals erfolgen, sobald Gewinne geschrieben
werden. Bis spätestens zehn Jahre nach Gründung ist die Stammeinlage
auf insgesamt zumindest 35.000 Euro anzuheben.

"Nachdem nun das Abgabenänderungsgesetz auf Schiene ist, fordert
die Junge Wirtschaft von der neuen Regierung Weitblick und die
Umsetzung von dringend notwendigen Reformen und standortverbessender
Maßnahmen", so Rohrmair-Lewis. Dabei gehe es unter anderem um eine
bessere Kooperation im Bereich der Arbeitsmarktpolitik zwischen dem
Arbeitsmarktservice (AMS) und den Unternehmern, Maßnahmen bei der
Unternehmensfinanzierung sowie um eine weitere Senkung der
Lohnnebenkosten.

Jungunternehmer brauchen positive Signale
"In Zukunft sollte die Politik die heimischen Jungunternehmer mit
positiven Impulsen unterstützen. Konkret bietet sich die
Neugestaltung des Rechtsrahmens für Crowd Funding und
Bürgerbeteiligungsmodelle an. Wir bringen uns in diese Diskussion
bereits aktiv ein", betont Rohrmair-Lewis. Im Arbeitsprogramm der
Bundesregierung ist bis 31. März 2014 die Schaffung einer neuen und
attraktiven Rechtgrundlage für Crowd Funding vereinbart. Die
Vorschläge, die die JW dazu mit einer Expertenrunde erarbeitet hat,
liegen bereits am Tisch. "Wir brauchen eine Erhöhung der
Prospektpflicht von derzeit 250.000 Euro auf 5 Millionen Euro, wie es
laut EU-Rechtslage möglich wäre. Darunter soll es je nach
Projektvolumen stufenweise Informationspflichten geben",
konkretisiert der JW-Vorsitzende. Außerdem müsse der Einlagebegriff
im Bankwesengesetz geändert werden. Jedes Unternehmen solle zum Zweck
der Finanzierung realwirtschaftlicher Tätigkeiten, etwa dem Ankauf
einer Maschine, Gelder entnehmen dürfen. Der entgegengenommene Betrag
darf dabei 5 Millionen Euro nicht übersteigen, so Rohrmair-Lewis.
Weiters sollen die Lohnnebenkosten für den ersten Mitarbeiter im
ersten Jahr abgeschafft werden. Zudem fordere die JW, die für
Neugründer vorgesehene Lohnnebenkosten-Begünstigung, wonach im ersten
Jahr keine Beiträge zur Unfallversicherung, keine Dienstgeberbeiträge
und Dienstgeberzuschläge usw. zu entrichten sind, auch auf zusätzlich
eingestellte Mitarbeiter auszuweiten. (ES)

Video: Ruf der Jungunternehmer nach verlässlichen Partner "Staat"
"Das wichtigste für uns ist in Zukunft ein verlässlicher Partner
'Staat', der Jungunternehmer in ihrem Bestreben, unternehmerisch
tätig zu sein und Arbeitsplätze zu schaffen, nicht behindert, sondern
fördert und unterstützt", resümiert Rohrmair-Lewis. Das sieht nicht
nur der JW-Bundesvorsitzende so: In einem Video fordern junge
Unternehmer von der Regierung künftig eine verlässliche Gesetzgebung
ein, sowie generell eine größere Bedachtnahme bei der Gesetzgebung
auf die realen Auswirkungen der Unternehmer. Das Video finden Sie
hier:
http://www.youtube.com/watch?v=Q_10isFNOuw&list=UUyDan01Q_tjICnC8HgwI
lAg&feature=c4-overview

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