Fekter: Das Niveau des Burgtheaters darf nicht gefährdet werden

ÖVP-Kultursprecherin: Rasch, besonnen und behutsam aufklären

Wien (OTS/ÖVP-PK) - "Irritation, Unsicherheit und enormer Vertrauensverlust zwischen Ensemble und Direktion. Kritische Fragen an Dr. Springer und Direktor Hartmann. Aufklärung ist nötig." Mit diesen Worten charakterisierte ÖVP-Kultursprecherin Abg. Dr. Maria Fekter heute, Montag, im Rahmen der Dringlichen Debatte im Nationalrat die Situation am Burgtheater und gab zu bedenken, dass das Haus selbst die Malversationen entdeckt und gehandelt habe und dass der Minister sich bemühe, das Vertrauen zwischen Ensemble und Direktion wieder herzustellen.

"Ich halte es für unumgänglich, dass sich nun externe Prüfer um die Faktenlage kümmern. Wenn die Fakten am Tisch liegen, kann die Verantwortung zugeschrieben werden", so Fekter. Sie verwies darauf, dass das Burgtheater nicht nur eine österreichische Institution, sondern nach Eigendefinition die wichtigste Schauspielbühne des Landes und das größte Sprechtheater des europäischen Sprachraumes sei.

"Die Burg ist der Bevölkerung und unseren ausländischen Gästen ans Herz gewachsen. Der Erfolg des Theaters ist unbestritten, das beweist auch der Publikumsandrang", setzte Fekter fort. "Daher ist nun rasch, behutsam und besonnen vorzugehen. Denn der Spielbetrieb des Burgtheaters darf durch die Debatte nicht gestört werden, was angesichts der Irritationen fast unmöglich scheint. Zusätzlich ist es verständlich, dass Ensemblemitglieder eventuell Existenzängste haben, wenn bekannt wird, dass Millionen fehlen und Sparmaßnahmen eingeleitet werden." Daher sei eine lückenlose Aufklärung der Situation ebenso nötig wie eine umfassende Kommunikation.

Dies alles sei in der geplanten Sitzung des Kulturausschusses am 13. März zu beraten, kündigte Fekter an. "Wenn die Fakten am Tisch liegen." Die ÖVP-Kultursprecherin sieht jedenfalls eine "Schieflage -Direktor Hartmann ist auch Geschäftsführer der GmBH. Diese Situation gehört klar geregelt - wenn ein Geschäftsführer auch künstlerisch tätig sein will, darf die Geschäftsführertätigkeit nicht darunter leiden", sieht Fekter eine "Überhitzung der Burg durch zu viele Premieren und Veranstaltungen".

"Das Burgtheater hat höchstes Niveau. Das darf nicht gefährdet werden. Daher müssen wir besonnen agieren, die Malversationen aufklären, das Vertrauen in die Institution und Geschäftsführung aufbauen helfen und für eine Fortführung des Burgtheaters als Vorzeigetheater sorgen", schloss Fekter.
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