Plenum der uniko legt Mehrbedarf für Budgetperiode ab 2016 fest

Präsident Schmidinger: "Sind nicht weit von den Berechnungen des Ministeriums entfernt"

Wien (OTS) - Vor dem Hintergrund der nächsten Leistungsvereinbarungsperiode (2016 bis 2018) hat sich die Universitätenkonferenz (uniko) bei ihrer heutigen Plenarversammlung ausführlich mit den erforderlichen Zusatzbeträgen zum Universitätsbudget befasst und ist zu folgendem Ergebnis gekommen:
Der Mehrbedarf für die 21 Universitäten beträgt 1.378 Mio.Euro, die sich aus 630 Mio. Euro für Teuerungsabgeltung, 275 Mio. Euro für Bauten und Sanierungen sowie 473 Mio. Euro für die Studienplatzfinanzierung zusammensetzen. "Diese Beträge liegen nicht weit entfernt von den Berechnungen des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft, was die Notwendigkeit einer neuen Universitätsmilliarde als Mindesterfordernis doppelt unterstreicht", stellte der Präsident der Universitätenkonferenz (uniko), Heinrich Schmidinger im Rahmen der Plenarversammlung an der Wirtschaftsuniversität im Beisein von Bundesminister Reinhold Mitterlehner fest.

Ein Teil dieses Mehrbedarfs ist nach Ansicht der uniko notwendig, um ab 2016 das bestehende Niveau ohne Leistungsverzicht oder Restrukturierungsmaßnahmen halten zu können. Mit einem weiteren Teil kann eine spürbare Verbesserung der Betreuungsverhältnisse erreicht werden: Um zumindest 50 Prozent der fehlenden personellen Kapazitäten aufzufüllen, bedarf es zusätzlicher 850 Professuren (bei einer Betreuungsrelation 1:35 bis 1:40), die in einer Aufbauphase von drei Jahren besetzt werden sollen. Dies schaffe die Grundlage zur Einführung der Studienplatzfinanzierung. Ein dritter Budgetbeitrag ist für Maßnahmen aus dem Bauleitplan und für Sanierungen vorgesehen, damit auch die baulichen Voraussetzungen für eine Verbesserung bzw. langfristige Sicherung der Studienbedingungen realisiert werden können. Dieses Budget entspricht auch dem von der Bundesregierung in ihrem Arbeitsprogramm verankerten Ziel, bis 2020 zwei Prozent des BIP für tertiäre Bildungseinrichtungen auszugeben. Der Bundesminister bekräftigte sein Bestreben, die von ihm bereits genannten 1,6 Milliarden Euro an Mehrbedarf für den gesamten tertiären Bildungssektor ab 2016 gegenüber dem Finanzministerium einzufordern.

Uniko-Kooperation mit der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG)

Die Zusammenarbeit mit der BIG hat sich in den letzten Jahren aus Sicht der uniko durch regelmäßige Managementkontakte deutlich verbessert und professionalisiert, dennoch ergeben sich aus der derzeitigen Rollenverteilung sowie aus der Verpflichtung der BIG zur Gewinnerzielung latente Konflikte. Die uniko schlägt daher vor, dass die BIG als Vermieterin den Universitätsbereich künftig gemeinnützig führt. Dies bedeutet den Verzicht der BIG auf die Gewinnerzielung zu Gunsten von Verbesserungen für die Universitäten. Darüber hinaus empfiehlt die uniko unter anderem die Offenlegung der Berechnungen von Mieten und Instandhaltungskosten im Sinne einer "Open Book"-Kalkulation, sowie eine spürbare Reduktion der Verwaltungskosten. Von den Überlegungen, die Gebäude der Universitäten in deren Eigentum zu übertragen, hat die uniko nach eingehender Beratung Abstand genommen, weil ein derartiger Schritt nicht allen Universitäten gleichermaßen zum Vorteile gereichte.

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