WKÖ Rabmer-Koller: 2014 wird entscheidend für Europas KMU und Handwerk

UEAPME, der Europäische Handwerks- und KMU-Verband, unterstützt Europas KMU

Wien (OTS/PWK101) - "Die europäische Wirtschaft benötigt starke kleinere und mittlere Unternehmen und Gewerbebetriebe, um nachhaltig und gestärkt aus der Krise hervorzukommen. Diese 20 Millionen Unternehmen sind das Rückgrat unserer Wirtschaft und Gesellschaft:
Sie sind verantwortlich für 2/3 der verfügbaren Arbeitsplätze und für 60 Prozent des Umsatzes in Europa. Und sie sind nicht nur Vorreiter für Innovationen, sondern stellen auch 85 Prozent der neu entstehenden Arbeitsplätze", erklärt Ulrike Rabmer-Koller, Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer Oberösterreich sowie von UEAPME, dem Europäischen Handwerks- und KMU-Verband, anlässlich der Veröffentlichung des UEAPME-Memorandums zur Förderung der KMU-Anliegen im Vorfeld der Europawahlen. Die europäische Wirtschaft steht am Beginn eines Aufschwunges. Dies gelte allerdings noch nicht für die 20 Millionen KMU, welche noch immer wenig Marktvertrauen und erschwerten Zugang zu Finanzierungsmöglichkeiten haben.

"Wir müssen uns klar sein, dass eine Ankurbelung der Wirtschaft nur aus dem privaten Sektor kommen kann, da das Budget der meisten Länder stimulierende Investitionen nicht zulässt", betont Vizepräsidentin Rabmer-Koller. "Um einen realen und langfristigen Aufschwung in Gang zu setzen, benötigen wir nachhaltiges wirtschaftliches Wachstum, welches einen guten Wettbewerbsrahmen für KMU schafft." Weiters brauche es strukturelle Reformen und eine Verlagerung hin zu realwirtschaftlichen Investitionen. Europa und die Mitgliedstaaten müssen KMU den Zugang zu der von ihnen benötigten Finanzierung - auch mit Hilfe der neuen EU-Förderprogramme wie COSME und Horizont 2020 - gewährleisten. Die neuen Möglichkeiten des Strukturfonds müssten voll genutzt werden: "Wir müssen das interne Marktpotential optimieren und brauchen klare Strukturen zur Förderung des unternehmerischen Geistes und der Innovation. Es ist erforderlich, Verwaltungshürden abzubauen, da diese KMU viel stärker belasten als Konzerne."

Rabmer-Koller ruft die österreichische Regierung zu einer rascheren Implementierung der neuen Fördermaßnahmen auf: "Ohne verbesserten Zugang zu Finanzierungsmöglichkeiten können KMU nicht investieren; der Wirtschaftsaufschwung wird vorbei sein, bevor er überhaupt richtig begonnen hat. UEAPME, unsere Interessensvertretung, hat sich über die letzten Jahre stark für diese neuen Förderprogramme eingesetzt, jedoch haben diese keinerlei reale Auswirkungen, wenn sie nicht ordentlich und zeitgemäß von den Regierungen in die Tat umgesetzt werden." Im Mai 2014 wird Europa ein neues Parlament wählen, eine neue Kommission wird bis Ende des Jahres ihren Dienst antreten. "Gemeinsam mit UEAPME werden wir alles unternehmen, um dem neuen Europäischen Parlament die wichtige Rolle der KMU klarzumachen. Dies beinhaltet ihre Stellung und Bedürfnisse, aber auch die rechtlichen Voraussetzungen, welche besseren Zugang zu Märkten, Technologien und Finanzierung schaffen. Von der neuen Kommission erwarten wir uns konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit, vor allem von Kleinen und Mittleren Unternehmen." (PM)

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