Schatz zu DO&CO: ÖBB-Ministerin Bures schaut seit Jahren weg

Grüne: Situation der ungarischen MitarbeiterInnen klarer Fall von Lohndumping

Wien (OTS) - "Die Situation der ungarischen MitarbeiterInnen des Do&Co-Subunternehmens "Henry am Zug" ist unschön und ein Unrecht. Das ist ein klarer Fall von Lohndumping, daran ist nichts herum zu reden", kritisiert Birgit Schatz, ArbeitnehmerInnensprecherin der Grünen, die Beschäftigungs- und Entlohnungspraxis des Cateringpersonals der ÖBB-Railjets.

"Es ist das deklarierte Ziel der Entsenderichtlinie, solche Fälle von Lohndumping und Umgehungskonstruktionen zu verhindern. Der Vergleich des Herrn Dogudans mit Flugpersonal ist ein Ablenkungsmanöver. Die Arbeit dieses Cateringpersonals findet im überwiegenden Ausmaß in Österreich statt und deshalb sind auch österreichische Standards bezüglich Arbeitsrecht und Lohnniveau anzuwenden", ist Schatz überzeugt. Sie ergänzt allerdings die dringende Notwendigkeit einer Revision der Richtlinie: "Klar ist aber, dass die Richtlinie in Details ungenau ist und viele Grauzonen ermöglicht. Deshalb fordern die Grünen seit Jahren eine Überarbeitung, die eindeutige Verhältnisse schafft. Die Notwendigkeit unendlicher Gerichtsverfahren zur Klärung bei Einzelfällen ist eine völlig unbefriedigende Situation für die betroffenen ArbeitnehmerInnen."

Für absolut inakzeptabel hält Schatz das Wegschauen der für die ÖBB zuständigen Ministerin Bures. "Bereits vor einem Jahr richtete ich an die Ministerin eine Anfrage in dieser Sache. Es ist für mich unerhört, dass die ÖBB Aufgaben an Unternehmen auslagert, die derart mit MitarbeiterInnen umgehen, wie das bei "Henry am Zug" der Fall ist. Frau Bures erklärt sich dafür für nicht zuständig oder gar verantwortlich. Für eine Sozialdemokratin ist das ein Armutszeugnis", meint Schatz.

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