PVÖ-Glatz: Inflation sinkt leicht - aber Österreichs PensionistInnen leiden weiterhin stärker unter Teuerung

Pensionistenpreisindex mit + 1,7 Prozent erneut über VPI (+1,5 Prozent) - Lebensmittel, Wohnen und Gesundheitspflege sind stärkste Preistreiber

Wien (OTS/SK) - "Auch wenn die Inflation mit 1,5 Prozent im Vergleich zum Dezember leicht gesunken ist, so ist die Teuerung für Pensionistenhaushalte auch diesmal wieder deutlich höher (1,7 Prozent). Das traurige Muster bleibt also ungebrochen:
PensionistInnen leiden stärker unter der Teuerung", kritisiert Dr. Harald Glatz, Konsumentenschutzexperte des Pensionistenverband Österreichs (PVÖ). Der Preis für den täglichen Einkauf ist sogar um 3,9 Prozent gestiegen. Die Preistreiber sind auch diesmal wieder hauptsächlich jene Produktgruppen, für die PensionistInnen -prozentuell an ihrem Monatseinkommen gerechnet - das meiste Geld ausgeben. "Güter des täglichen Bedarfs wie Nahrungsmittel (+3,1 Prozent), Wohnungsmieten (+2,8 Prozent) und Gesundheitspflege (+2,1 Prozent) verteuern sich Monat für Monat unverhältnismäßig stark. Sie sind die größte Belastung für ältere Menschen. Hier herrscht dringender Handlungsbedarf", betont Glatz. ****

Österreich-Aufschlag nicht nachvollziehbar

Ein weiteres, trauriges Muster blieb auch im Februar ungebrochen:
Erneut sind die Preise in Österreich deutlich stärker als in Deutschland gestiegen. "Mit 1,5 liegt die Teuerung in Österreich erneut deutlich über jener in Deutschland (+1,3 Prozent). Es ist absolut nicht rationell erklärbar oder nachvollziehbar, warum ein Produkt in einem österreichischen Supermarkt manchmal das Doppelte wie in Deutschland kostet. Damit muss Schluss sein! Der unsoziale 'Österreich-Aufschlag' muss endlich der Vergangenheit angehören", betont Glatz. Der Pensionistenverband Österreichs kämpft daher seit langem für eine Verstärkung der Maßnahmen gegen Kartellabsprachen durch stärkere Kontrollen, ein Wettbewerbsmonitoring und harte Strafen für Preissünder und Preisabsprachen. "Diese Strafen müssen dem Konsumentenschutz zu Gute kommen und so hoch sein, dass sie eine echte abschreckende Wirkung auf Preissünder haben", so Glatz.

Dass die Bundesregierung den Forderungen des PVÖ Rechnung getragen und ein Maßnahmenpaket gegen den "Österreich-Aufschlag" in ihrem aktuellen Regierungsprogramm festgeschrieben hat, sei, so Glatz "ebenso erfreulich wie notwendig". Denn, wie der PVÖ-Konsumentenschützer abschließend betont: "Diese Maßnahmen sind ein großer, wichtiger und notwendiger Schritt für mehr Fairness, Gerechtigkeit und zur Stärkung der Konsumentenrechte in Österreich!"(Schluss) sc/mp

Rückfragehinweis: GS Andreas Wohlmuth, Pensionistenverband Österreichs, Telefon: 0664-48 36 138

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