"Universum" zeigt, was passiert, "wenn Tiere sich verlieben"

Am 25. Februar um 20.15 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Romantik, Eifersucht, kurze Affären oder lebenslange Treue - die Liebeswelt der Tiere hat alle Komponenten eines packenden Spielfilmdramas zu bieten. Welche Strategien bei der Partnerwahl zum Einsatz kommen, wann pragmatisches Kalkül, wann lebenslange Treue die Verbindungen zwischen Tieren prägt, zeigt Mark Fletchers "Universum"-Dokumentation "Wenn Tiere sich verlieben" (deutsche Bearbeitung: Doris Hochmayr) am Dienstag, dem 25. Februar 2014, um 20.15 Uhr in ORF 2.

Beim Partner des Begehrens zu landen - dafür setzen Männchen und Weibchen in der Tierwelt alle Hebel in Bewegung. Dann ist keine Anstrengung zu groß und kein Trick zu ungewöhnlich. Oft sind es die Männchen, die spektakuläre Darbietungen zeigen, um die Gunst der Auserwählten zu erlangen. Und so versuchen sie mit akrobatischen Tanzeinlagen zu punkten, mit ihrem virtuosen Gesang zu beeindrucken oder die Partnerin mit einer aufwendig dekorierten Behausung zu überzeugen. Was die Männchen bieten müssen, ist höchst unterschiedlich: So spielt der Geruch bei einigen Lemuren-Arten auf Madagaskar eine wesentliche Rolle. Die Männchen benutzen ein bestimmtes Sekret, um die Weibchen zu umgarnen. Die Duftproben verraten Gesundheitszustand und Funktionstüchtigkeit des Abwehrsystems der Männchen und entscheiden darüber, wer bei den Weibchen gute Karten hat. Bei den Zwergflamingos hingegen spielt Symmetrie eine große Rolle: Geduldig suchen die Weibchen nach dem perfekten Gleichklang, der im Rahmen der synchronisierten Bewegungsmuster der Gruppenbalz dargeboten wird.

Selten aber doch leisten auch die Weibchen aktive Überzeugungsarbeit. Ihre Waffen sind zumeist ein wenig effektiver. Eine Eisbärin etwa geizt nicht mit ihren Reizen, wenn das Männchen nicht so ganz bei der Sache ist. Eindeutig zweideutig räkelt sie sich im arktischen Schnee - und animiert jeden noch so müden Eisbären. Gorillaweibchen wiederum haben einen anderen Zugang: Wenn sie sich für ein bestimmtes Männchen entschieden haben, dieses aber kein Interesse zeigt, kommen Strategie und taktisches Verständnis zum Einsatz. Ihr Mittel: Ausgelassenes Flirten mit anderen Männchen. Meist führt dieses Verhalten zum gewünschten Erfolg - nämlich zum Umdenken beim Angebeteten. Eine Prise Eifersucht entfaltet also ihre Wirkung, wenn das zweisame Glück Startschwierigkeiten hat.

Das Liebesleben der Tiere kennt aber auch zahlreiche Beispiele monogamer Langzeitbeziehungen. Gelegentlich verleiten aber gerade diese Verbindungen zu verbotenen Liebschaften. In einem Rudel arktischer Wölfe führen die daraus resultierenden Konflikte oft zu Reibereien. Bei den thailändischen Gibbons ist das Gegenteil zu beobachten: Aufgrund der Polygamie weiß keines der Männchen, ob der Nachwuchs des Nachbarn nicht sein eigener ist. Die Folge sind weniger Übergriffe zwischen den Sippschaften. Dank der Seitensprünge der Gibbons scheint der Familienfrieden also gesichert.

Lebenslange Treue - auch das hat das Tierreich zu bieten. Ein Beispiel hierfür sind die Tannenzapfenechsen. Ob tiefe Zuneigung oder pragmatische Zusammenarbeit die festen Bande sichert, ist für die Wissenschaft nach wie vor ein Geheimnis. Außergewöhnlich: Die Treue der in Australien vorkommenden Reptilien reicht sogar über den Tod hinaus. Stirbt einer der Partner, bleibt der andere noch tagelang an seiner Seite und wartet.

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