FP-Frigo: SMZ-Nord ohne Speisenversorgung geplant

Laut Stadtrechnungshofbericht fehlt wirtschaftliches Küchenkonzept für Wiens Spitäler

Wien (OTS/fpd) - Seit nunmehr 17 Jahren ist eine Konzentration und damit wirtschaftliche Führung der Spitalsküchen der Wiener Spitäler evident, so heute der FPÖ-Wien Gesundheitssprecher LAbg Univ.-Prof. Dr. Frigo, "durch die nunmehr stark veraltete Bausubstanz und die fehlenden Struktur- und Personalreformen droht ein Küchen-Chaos. Derzeit gibt es immer noch neun Spitals-Großküchen in Wien, die im Hinblick auf Produktionsverfahren, Zukauf von Fertigprodukten, die Personalbesetzung, etc. unterschiedlich strukturiert sind. Dies zeigt sich besonders deutlich in den variierenden Personalkosten, die zwischen 4 und über 7 Euro pro Veköstigungstag schwanken. So haben das Donauspital und das KH Floridsdorf derzeit die höchsten Personalkosten, während das AKH und das Kaiser-Franz-Josef-Spital am günstigsten arbeiten."

Im Februar 2013 wurde von der Generaldirektion des KAV die letzte Machbarkeitsstudie für 80.000 Euro an eine Beraterfirma in Auftrag gegeben. Eine Variante wäre, die AKH-Küche als Zentralküche zu führen. Doch diese müsste dringend generalsaniert werden, da das Mauerwerk feucht ist - Kostenpunkt 25 Millionen Euro. Bereits die Detailplanung durch die V-KMB kostete laut Stadtrechnungshofbericht schon 675.000 Euro. Auch hier wurde dieselbe Beraterfirma wie für die oben erwähnte Machbarkeitsstudie beigezogen.

Es stellt sich demnach die Frage, wie das neu zu errichtende SMZ-Nord küchentechnisch versorgt werden soll. Ob dies das AKH, das Donauspital oder eine externe Firma übernimmt, steht nicht fest, denn einen endgültigen Plan gibt es laut Stadtrechnungshofbericht nicht.

"Es ist ein Skandal, dass es kein modernes Küchenkonzept für die Wiener Spitäler gibt. Bis heute wurde keine zentrale Küchenkoordinationsstelle geschaffen! Nicht zuletzt sollten die im Rahmen der letzten Prüfung festgestellten, unterschiedlichen Kostformen auf Grundlage der Empfehlungen der Fachgesellschaften für Ernährung zu einem einheitlichen Katalog, zum Wohle der Patientinnen und Patienten ausgearbeitet werden", fordert Frigo abschließend. (Schluss) hn

Rückfragen & Kontakt:

FPÖ-Wien, Pressestelle
Tel.: 01/ 4000 81794

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NFW0001