Grüne/Johann: Den altgedienten Funktionären fehlt das Verständnis für die neuen Sportarten im Freestyle

Olympia/Freestyle: Viele Talente, aber zu wenig Unterstützung!

Klagenfurt (OTS) - "Wir haben viele junge Talente bei Slopestyle, Halfpipe, Snowboard- und Ski-Cross, doch fehlt die professionelle Unterstützung", wendet sich der Sportsprecher der Kärntner Grünen LAbg. Michael Johann gegen die heute von ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel in der Kleinen Zeitung geübten Kritik an den neuen Olympia-Sportarten.

Bei den altgedienten Funktionären fehlt das Verständnis für die neuen Sportarten. "Wenn Schröcksnadel beim Freestyle (präziser "Aerials") von einem Sprung mit 5 Saltos und sechs Schrauben spricht, so gibt es nicht fünf Leute auf der Welt sondern keinen einzigen, der das springt." Anmerkung: Der Sieger der diesjährigen olympischen Spiele Anton Kushnir machte einen dreifachen Salto mit fünf Schrauben.

"Wir müssen für die jungen Talente in Österreich gute Bedingungen schaffen. Dabei geht es darum, nicht nur Snowparks und standarisierte Halfpipes für die vielen begeisterten jungen Freestyler zu bauen, sondern diese auch täglich zu betreuen", fordert Johann. "Für die Nachwuchshoffnungen braucht es eine professionelle Betreuungsstruktur und finanzielle Unterstützung.

Vereine, die sich der Nachwuchsförderung widmen, wie der "Freestyle Club Villach", aus dem die junge Kärntner Nachwuchshoffnung Luca Tribondeau stammt, bekommen eine lächerlich geringe Unterstützung im Vergleich zu den traditionellen Sportarten und sind auf ehrenamtliches Engagement und privates Sponsoring der Funktionäre angewiesen. Hier müssen die Sportförderungen stärker auf die neuen Sportarten ausgerichtet werden."

"Die neueren Olympia-Disziplinen Slopestyle und Halfpipe sind für das Publikum äußerst attraktiv, doch wurden sie bei der Übertragung durch das Fernsehen stiefmütterlich behandelt: Beim Herren-Ski-Slopestyle wurde nur der Lauf von Tribondeau gezeigt. Die Kommentatoren der Bewerbe kennen sich oft bei den gezeigten Tricks nicht aus", bedauert Johann.

Insgesamt erscheint auch die Organisation der Olympischen Spiele verbesserungswürdig. "So müsste die Bewertung bei Slopestyle und Halfpipe objektiver gestaltet werden, beispielsweise durch eine größere Jury, die nicht miteinander kommunzieren kann, und bei der das beste und das schlechteste Resultat gestrichen wird", fordert Johann.

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