- 21.02.2014, 13:12:53
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Medienbericht über möglichen ersten Kirchenbau in Saudi-Arabien
"MidEast Christian News": Übereinkunft zwischen koptischem Papst-Patriarchen Tawadros II. und saudischem Botschafter in Kairo
Utl.: "MidEast Christian News": Übereinkunft zwischen koptischem
Papst-Patriarchen Tawadros II. und saudischem Botschafter in
Kairo =
Wien-Kairo, 21.02.14 (KAP) Der koptisch-orthodoxe Papst-Patriarch
Tawadros II. habe mit dem saudiarabischen Botschafter in Kairo,
Ahmed Kattan, eine Übereinkunft zum Bau einer koptischen Kirche in
Saudi-Arabien erzielt: Über diese Meldung der in Kairo beheimateten
Nachrichtenagentur "MidEast Christian News" (MCN) hat die Wiener
ökumenische Stiftung "Pro Oriente" am Freitag in einer Aussendung
aufmerksam gemacht. Tawadros II. sei nach dem Gespräch mit
Botschafter Kattan bei seiner Rückkehr in die Kairoer
Markuskathedrale - wo eine Begegnung mit deutschen Parlamentariern
angesetzt war - "überaus glücklich" gewesen, heißt es.
MCN berichtete unter Berufung auf eine "vertrauenswürdige Quelle",
der Papst-Patriarch habe bei der Begegnung mit dem Botschafter König
Abdullah und der Regierung in Riad für die Erlaubnis zum Bau der
ersten Kirche in Saudi-Arabien gedankt. Bei der Begegnung zwischen
Tawadros II. und Kattan sei es auch um die Vertiefung der
Beziehungen zwischen der koptischen Kirche und Saudi-Arabien
gegangen.
Bisher war es in Saudi-Arabien nicht möglich gewesen, Kirchen zu
errichten. Unter Berufung auf die wahabitischen Auffassungen, wonach
der gesamte Bereich der Arabischen Halbinsel "haram" sei - also eine
Tabuzone für andere Religionen -, waren jegliche nichtmuslimische
Gottesdienste untersagt. Die saudischen Grenzbehörden und die
"Religionspolizei", die "zur Förderung der Tugend und zur
Unterdrückung des Lasters" angehalten ist, sollen jede Manifestation
des Christentums unterbinden, auch in Privatwohnungen. Die Einfuhr
von Bibeln, christlichen Gebetbüchern, Kreuzen, Ikonen, christlichen
Rosenkränzen usw. ist verboten.
In Saudi-Arabien leben laut "Pro Oriente" Millionen von christlichen
Arbeitsmigranten, unter ihnen Kopten aus Ägypten, Libanesen,
Äthiopier, Filipinos, Christen aus Kerala (Indien), aber auch nicht
wenige Europäer, Nord- und Südamerikaner.
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