AK zu kapitalgedeckten Pensionssystemen: Internationale Erfahrungen mahnen zur Vorsicht

Wien (OTS) - "Die Risiken wurden unterschätzt, die Erträge überschätzt" - so lautet für Alice Kundtner, Leiterin der Bereiches Soziales in der AK Wien, das Fazit einer im Auftrag der AK-Wien erstellten Studie über Erfahrungen mit kapitalgedeckten Pensionssystemen in den Ländern Deutschland, Niederlande, USA und Polen. Die Länderbeispiele zeigen, dass durch Privatisierungen bzw. die Einführung von kapitalgedeckten Pensionssystemen keine Kosten gespart werden: "Im Gegenteil: Im besten Fall werden Kosten und Risiken hin zu den privaten Haushalten verschoben", sagt Kundtner. In Polen, den USA und zum Teil auch in Deutschland droht sogar eine Ausbreitung der Altersarmut.

An Hand von einfachen Rechenbeispielen wird in der Studie aufgezeigt, welche enorme Effekte unterschiedliche Kapitalerträge über lange Zeiträume haben: So sind für die Erreichung eines angenommenen Leistungsziels von 60 Prozent des Letztbezugs bei einer Einzahlungsdauer von 40 Jahren je nach durchschnittlicher Verzinsung folgende Beitragsprozente vom Lohn zu zahlen:

Zinsannahme 4 Prozent p.a. (real/netto): 14,1 Prozent laufender Pensionsbeitrag
Zinsannahme 1,5 Prozent p.a. (real/netto): 29,5 Prozent laufender Pensionsbeitrag

[Annahme: durchschnittliche Lohnsteigerung 2 Prozent p.a. (real) / Pensionsantritt mit 65 Jahren/ Leistungsbezugsdauer 20 Jahre / kein Invaliditätsschutz / keine Hinterbliebenenversorgung]

SERVICE: Download der Studie unter
http://wien.arbeiterkammer.at/service/studien/Sozialpolitik/Kapitalge
deckte_Pensionssysteme.html

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