Ökotopia - das Online Klima-Spiel

Wien (OTS) - Ökotopia, das Online-Spiel für Jugendliche für mehr Umwelt- und Klima-Kompetenz, wurde Montag bei denkstatt präsentiert. Ziel ist es Bewusstsein zu schaffen und erlebbar zu machen, wie sich verschiedene Kauf-Entscheidungen auf die eigene Ökologie, Ökonomie und Lebensqualität auswirken.

Wie funktioniert Ökotopia?

Ökotopia wurde im Rahmen des österreichischen Klima- und Energiefonds entwickelt. Darin wird eine zukünftige Welt betreten, in der alle konsumierten Produkte und Dienstleistungen in zwei Währungen bezahlt werden: in der üblichen Geldwährung und in "Carbons", die den ökologischen Preis für das Klima darstellen. Wer klimaintensiv konsumieren will, muss auf der Bank Geld in Carbons wechseln. Wer auf ökologisch kleinem Fuß leben möchte, kann seine Carbons verkaufen und hat so ein zusätzliches Euro-Einkommen. Jede Entscheidung wirkt auf die Lebensqualität der Spielfigur. Damit macht das Spiel erlebbar, welche Entscheidungen sich positiv oder negativ auswirken. Das Spiel beruht auf realistischen Carbon Footprints und Wechselkursen. Ökotopia zeigt auf spielerische Weise, wie eine nachhaltige Volkswirtschaft aussehen könnte.

Die Diskussion: Volkswirtschaftliche Modelle und Austesten des eigenen Lebensstils

Nachdem das Spiel von zwei SchülerInnen der htl donaustadt präsentiert wurde, hat sich ein hochkarätig besetztes Podium mit Fragen zur Lösung des Klimawandels auseinander gesetzt. Zentral war dabei, die junge Generation für dieses Thema und die Bewusstseinsförderung für eigene Lebensstilentscheidungen zu gewinnen. Diskutiert haben die österreichische Klimaforscherin o.Univ.Prof. Dr.phil. Helga Kromp-Kolb von der Universität für Bodenkultur Wien, DI Theresia Vogel vom Klima- und Energiefonds, Mag. Gabriele Stelzmüller von der htl donaustadt, Dr. Friedrich Hinterberger vom SERIsowie Mag. Karl Resel von denkstatt - alle TeilnehmerInnen waren an der Entwicklung des Spiels beteiligt.

Laut Gabriele Stelzmüller stellt das Spiel eine interessante Möglichkeit und Ergänzung zum Unterricht dar. "Es ist die Zukunft der Jugendlichen, deshalb muss auch mit den Jugendlichen etwas gegen den Klimawandel gemacht werden und mit Spaß geht das am besten", zeigte sich auch Theresia Vogel überzeugt.

Technik allein dafür ist nicht die Lösung. "In der Situation wie sie sich heute darstellt, benötigt es beides, sowohl Technik als auch einen Lebensstilveränderung. Es wäre schlecht zu sagen, wir brauchen keine neue Technik, doch mit Technik allein lässt sich das Problem des Klimawandels nicht lösen." meinte Helga Kromp-Kolb.

Hier geht's zum Testen des Online Spiels, sowie zu den Unterrichtsmaterialien für LehrerInnen: http://www.oekotopia.net/

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denkstatt, Mag. Silke Förster-Kugler
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silke.foerster-kugler@denkstatt.at; www.denkstatt.at

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