Mückstein: Es fehlen Behandlungskonzepte bei psychischen Erkrankungen

Grüne für strukturelle Maßnahmen in den Betrieben

Wien (OTS) - Die Krankenstandstage wegen psychischer Erkrankungen steigen an, während sie ansonsten fallen. Auch dauern Krankenstände wegen psychischer Erkrankungen mit durchschnittlich 39,1 Tagen besonders lang. Der Anteil der psychischen Erkrankungen ist auch im Bereich der Invaliditäts- und Berufsunfähigkeitspension mit 32 sehr hoch.

"Dieser Trend ist bereits seit Jahren bekannt. Gefordert werden immer wieder betriebliche Gesundheitsförderung und die Schaffung von altersgerechten Arbeitsplätzen. Doch das alleine genügt nicht, denn die Probleme liegen tiefer und sind vielschichtiger", sagt Eva Mückstein, Gesundheitssprecherin der Grünen, und ergänzt: "Aus der psychotherapeutischen Praxis sind mir zahlreiche Fälle von ArbeitnehmerInnen bekannt, die wegen Einsparungsmaßnahmen, Rationierungen und Outsourcen von betrieblichen Segmenten verdrängt und aus ihrem Betrieb hinaus gemobbt und dadurch in ein Burnout getrieben wurden."

Die Tatsache, dass Umstrukturierungsprozesse zur Profitmaximierung und Einsparungsmaßnahmen, auch im öffentlichen Bereich, bei der derzeitigen Entwicklung eine große Rolle spielen, wird systematisch unterschlagen.

"Es fehlen Behandlungskonzepte bei psychischen Erkrankungen! Auch im Bereich der Behandlung von Burnout und arbeitsbedingten Erschöpfungssyndromen bestehen gravierende Versorgungsmängel. Die Burnout-Symptomatik muss, sobald sie voll ausgebrochen ist, psychotherapeutisch behandelt werden, manchmal auch in Kombination mit psychopharmakologischer Behandlung. Das entspricht dem wissenschaftlichen Standard", meint Mückstein und ergänzt:
"Kassenfinanzierte Psychotherapie ist aber nach wie vor gesetzwidrig rationiert und daher immer noch Mangelware. Auch die flächendeckende kassenfinanzierte psychotherapeutische Versorgung ist in diesem Zusammenhang neuerlich dringend zu fordern".

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