PVÖ-Glatz: AK-Studie beweist erneut: Umstellung auf kapitalgedecktes Pensionssystem wäre völlig unverantwortlich

Gesetzliches, umlagefinanziertes Pensionssystem ist stabil, sicher und krisenfest - Kapitalgedeckte Pensionen sind keine Alternative

Wien (OTS/SK) - "Kapitalgedeckte Pensionssysteme sind keine Alternative zum umlagefinanzierten, gesetzlichen Pensionssystem! Eine Umstellung vom Umlagesystem auf Kapitaldeckung wäre völlig unverantwortlich", betont Harald Glatz, Konsumentenschutzexperte des Pensionistenverbandes Österreichs, anlässlich der heute präsentierten Studie "Kapitalgedeckte Zusatzpensionen auf dem Prüfstand". Die Arbeiterkammer hat eine Studie über kapitalgedeckte Pensionssysteme in den Niederlanden, den USA, Polen und Deutschland in Auftrag gegeben. Die zentralen Ergebnisse: Kapitalgeckte Formen der Alterssicherung und ihre Mischformen (wie z.B. in Deutschland) sind krisenanfälliger, teurer und verstärken - wie man am Beispiel der deutschen "Riester-Rente" besonders deutlich sieht - soziales Ungleichgewicht. Glatz: "Diese Studie unterstreicht erneut, was der Pensionistenverband schon lange vehement betont: Unser gutes, umlagefinanziertes System ist konkurrenzlos. Die Umstellung auf Kapitaldeckung wäre unsozial, unfinanzierbar und daher unverantwortlich." ****

"Österreichs gesetzliches Pensionssystem hat sich auch in der Krise als stabiler, sicherer und leistungsstärker erwiesen als kapitalgeckte Systeme oder Mischformen. Kapitalgedeckte Verfahren bergen ein hohes Risiko, sind den Schwankungen auf den Kapitalmärkten ausgeliefert und haben besonders in der Krise hohe Verluste erlitten", unterstreicht der PVÖ-Konsumentenschutzexperte, der erst kürzlich selbst eine Studie zum Thema "Kapitalgedeckte Pensionssysteme" erstellt hat. (Diese steht in vollständiger Länge sowie in einer vierseitigen Kurzfassung zum Download unter
http://pvoe.at/content/glatz-aktuelle-studie-beweist-erneut-ueberlege
nheit-des-gesetzlichen-pensionssystems zur Verfügung).

Beide Studien bestätigen zwei ganz zentrale Forderungen des Pensionistenverbandes: Die Stärkung und Sicherung des gesetzlichen, umlagefinanzierten Pensionssystems und eine grundlegende Reform der privaten Altersvorsorge. "Es gibt keine bessere, stärkere und sicherer Form der staatlichen Altersvorsorge als das umlagefinanzierte System, abgesichert durch hohe Beschäftigung, Innovation und Wirtschaftswachstum. Private, kapitalgedeckte Produkte können maximal eine 'Ergänzung' darstellen. Aber nur, wenn Kosten und Rendite transparent gestaltet sind, faire Möglichkeiten des Ausstiegs ermöglicht und eine Verzinsung zumindest in Höhe der Inflationsrate garantiert wird. Bevor die private Altersvorsorge diese zentralen Forderungen nicht erfüllt, soll sie auch nicht staatlich gefördert werden!" (Schluss) bj/mp

Rückfragehinweis: GS Andreas Wohlmuth, Pensionistenverband Österreichs, Telefon: 0664-48 36 138

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