AK Kaske zu OGH-Urteil: Wer krank ist, ist krank und soll gesund werden. Das gilt!

Wien (OTS) - "Aus Sicht der AK ist das OGH Urteil zur Erreichbarkeit im Krankenstand ein Erfolg für die ArbeitnehmerInnen", sagt AK Präsident Rudi Kaske, "es hält klipp und klar fest, dass wer krank ist, in aller Regel natürlich nicht für den Chef erreichbar sein muss. Und es hält vor allem fest, dass die Nichterreichbarkeit kein Entlassungsgrund ist." Dass ein Arbeitgeber einen kranken Mitarbeiter kontaktieren muss, wenn nur dadurch erheblicher Schaden vermieden werden kann, kann es in Ausnahmefällen natürlich geben. "Der sprichwörtliche Fuß in der Tür zu einer ständigen Erreichbarkeit ist das nicht. Das steht in diesem Urteil nicht drinnen und kann auch nicht hinein interpretiert werden. Schön wäre es, wenn sich die Arbeitgeber auch an das OGH-Urteil halten würden", sagt Kaske, "leider zeigt uns die kürzlich erstellte AK-Krankenstands-Befragung aber, dass kranke Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer offenbar auch wegen Banalitäten im Krankenstand behelligt werden." Rund 46 Prozent der ArbeitnehmerInnen gaben an, schon einmal von ihrem derzeitigen Arbeitgeber im Krankenstand kontaktiert worden zu sein.

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