Steinhauser fordert Aufklärung nach Falter-Bericht zu Häftlingssuizid

Grüne: Fehler im Strafvollzug dürfen nicht schön geredet werden

Wien (OTS) - "Die Vertuschung von Missständen hat schon im Fall eines vergewaltigten Jugendlichen in Untersuchungshaft für Empörung gesorgt. Es ist inakzeptabel, wenn Fehler im Strafvollzug schön geredet werden", reagiert der Grüne Justizsprecher Albert Steinhauser auf einen Bericht im Falter, in dem schwere Vorwürfe gegen das Justizministerium im Zusammenhang mit einem Häftlingssuizid erhoben werden. "Gerade im Strafvollzug muss garantiert sein, dass Fehler sorgfältig aufgearbeitet werden", meint Steinhauser.

Der Grüne Justizsprecher Albert Steinhauser will nun Aufklärung. Laut Bericht soll nach einem Häftlingssuizid in einer Absonderungszelle vertuscht worden sein, dass Suizidgefahr bestanden hätte und der Häftling daher nicht abgesondert hätte werden dürfen. Auch der vertrauliche Umgang zwischen Vollzugsbeamten und ermittelnder Polizeibeamten wird kritisiert.

Steinhauser will mit einer parlamentarischen Anfrage klären, wie es zur Falschdarstellung des Justizministeriums gekommen ist und warum sich niemand am offensichtlichen Nahverhältnis zwischen ermittelnder Polizei und Justizwache gestoßen hat. "Nur weil es sich im Gefängnis um verurteilte Straftäter handelt, darf nicht egal sein, was hinter Gefängnismauern passiert" schließt Steinhauser.

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