"Weltjournal" und "WELTjournal +" am 19. Februar: "Tunesien - Die Hoffnung lebt" und "Kismet - Schicksal der Frauen"

Wien (OTS) - Am Mittwoch, dem 19. Februar 2014, zeigt das "Weltjournal" - präsentiert von Claudia Neuhauser - um 22.30 Uhr in ORF 2 die Reportage "Tunesien - Die Hoffnung lebt" über jenes Land, in dem der Arabische Frühling seinen Ausgang nahm. Um 23.00 Uhr folgt die "WELTjournal +"-Dokumentation "Kismet - Schicksal der Frauen".

"WELTjournal: Tunesien - Die Hoffnung lebt" (22.30 Uhr)

Tunesiens Strände und Hotels sind trotz niedriger Preise gähnend leer. Noch fühlen sich Touristen verunsichert durch die Entwicklungen der vergangenen drei Jahre. Nachdem die Arabische Revolution in Tunesien ihren Anfang nahm, charakterisieren mittlerweile Stolz, Hoffnung und Sorge die Situation. Stolz darauf, den Diktator losgeworden und danach nicht in blutigen Auseinandersetzungen versunken zu sein. Hoffnung darauf, mit der neuen Verfassung, die eine Trennung von Staat und Islam sowie die Gleichstellung von Mann und Frau vorsieht, zum fortschrittlichsten arabischen Land zu werden. Sorge darüber, dass die Wirtschaft nicht in Fahrt kommt und dass gewalttätige Islamisten den Erneuerungsprozess zuletzt doch noch sabotieren könnten.

ORF-Korrespondentin Eva Twaroch ist für das "Weltjournal" in der tunesischen Touristenhochburg Djerba und in der Hauptstadt Tunis der Frage nachgegangen, ob die Tunesier drei Jahre nach der Revolution etwas zu feiern haben.

"WELTjournal +: Kismet - Schicksal der Frauen" (23.00 Uhr)

Sie sind jung, schön und emanzipiert - die weiblichen Stars der türkischen Fernsehserien, die inzwischen in mehr als 45 Ländern im Nahen Osten, Nordafrika oder auf dem Balkan ein Millionenpublikum vor die TV-Geräte locken. Doch in den Seifenopern geht es nicht nur um Herz-Schmerz und Romantik, sondern auch um gesellschaftliche Tabus, die bisher nicht thematisiert wurden: Von der Zwangsverheiratung junger Mädchen bis zu außerehelichen Affären werden Sachverhalte dargestellt, die nicht nur die strengen Sittenwächter auf den Plan rufen, sondern Frauen ermutigen, sich gegen die vorherrschende Unterdrückung zu wehren.

So schildert die Dokumentation das Schicksal einer Türkin, die nach 31 Jahren den Sprung aus einer von Gewalt beherrschten Ehe schaffte, nachdem sie mit 15 einen viel älteren Mann heiraten musste. Eine junge Frau aus Bulgarien, die ein Verhältnis mit einem verheirateten Mann hat, wird ebenso porträtiert wie ein griechisch-türkisches Paar, das trotz anfänglicher Schwierigkeiten und Vorbehalte einen gemeinsamen Weg gefunden hat.

Und auch die Menschenrechtsaktivistin Samira Ibrahim Mohamed kommt zu Wort, die bei einer Demonstration am Tahrir-Platz in Kairo verhaftet und vom Militär sexuell misshandelt wurde. Für sie sind die türkischen TV-Serien eine wichtige Möglichkeit, die Menschen wachzurütteln und auf Missstände aufmerksam zu machen.

Ein "WELTjournal +", das zeigt, welchen gesellschaftlichen Wandel die türkischen Fernsehserien in manchen Bereichen bereits bewirkt haben und wie groß ihr Einfluss sogar auf Gesetze und Traditionen ist.

Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand abrufbar.

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