LHStv. Mag. Renner und AKNÖ-Präsident Wieser präsentieren Bilanz und Ausblick von "Pro Konsument - Konsumentenschutz für alle"

Erweiterung des Service und Beratungsangebots auch für 2014 im Fokus

St. Pölten, (OTS/SPI) - Im Rahmen einer Pressekonferenz in St. Pölten präsentierten heute Montag NÖ Konsumentenschutzreferentin LHStv. Mag. Karin Renner und AKNÖ-Präsident Markus Wieser eine Bilanz sowie den Ausblick der Konsumentenschutz-Kooperation "Pro Konsument -Konsumentenschutz für alle" von Land Niederösterreich und AKNÖ. Wegen der immer häufigeren Anfragen von VerbraucherInnen, die keine Mitglieder der AKNÖ sind, wurde im Jahr 2002 die Serviceleistung "Konsumentenschutz für alle" ins Leben gerufen. Seither ist der Verein "Pro Konsument" der AKNÖ in Kooperation mit dem Land NÖ Anlaufstelle für alle NiederösterreicherInnen. Die Kooperation wurde zur Erfolgsgeschichte: 18.000 Beratungen wurden im vergangenen Jahr durchgeführt, rund 200.000 durch die Konsumentenschützer der AKNÖ insgesamt.

"Die Themen KonsumentInnenrechte, Einkauf und Recht, unlautere Geschäftsmethoden, Rechtsberatung, neue Konsummöglichkeiten, Handy und Internet, Werbefahren und Gewinnspiele, Datenschutz, Geld und Finanzdienstleistungen, Essen und Trinken, wie auch allgemeine Lebenshaltungskosten von Wohnen und Pendeln bis hin zu Energie und Versicherungen werden immer wichtiger. Es freut mich, dass wir hier im Interesse aller LandesbürgerInnen eine derart gute und erfolgreiche Zusammenarbeit mit der AKNÖ pflegen und das Angebot und die Beratungsleistungen ständig weiterentwickeln und ausweiten. Für die gute Zusammenarbeit zwischen AKNÖ und dem Land im Interesse der LandesbürgerInnen jedenfalls herzlichen Dank", sagt Niederösterreichs Konsumentenschutzreferentin LHStv. Karin Renner.

"Durch das Know-How der AKNÖ-Konsumentenberatung wurde die Kooperation zwischen Land NÖ und AKNÖ auf breiteste Basis gestellt und dadurch allen LandesbürgerInnen zugänglich gemacht. Nicht zu vergessen sind auch die Themenbereiche Armut sowie gesellschaftliche und soziale Anliegen, von gleichem Lohn für gleiche Arbeit bis hin zu Verteilungsgerechtigkeit und Gesundheitsvorsorge für ArbeitnehmerInnen.", so AKNÖ-Präsident Markus Wieser.

Bilanz 2013. Die Schwerpunkte der Beratung lagen im Bereich der Telekommunikation (Handy, Internet etc.), Finanzdienstleistungen (Kredite, Veranlagungen, Versicherungen), Bauen und Wohnen sowie Werbefahrten. Der Löwenanteil der Beratungen wurde telefonisch abgewickelt. 15.000 telefonische Beratungen gab es bei "Pro Konsument" im Jahr 2013. 3.000 NiederösterreicherInnen wandten sich schriftlich oder persönlich an Pro Konsument. Alle Leistungen werden unentgeltlich zur Verfügung gestellt.

Fallbeispiel: Herrn H. wurde während eines Aufenthaltes in Barcelona um vier Uhr morgens das Handy gestohlen. Aus Sicherheitsgründen wurde am gleichen Tag die SIM-Karte seitens T-Mobile auf Grund der rasch ansteigenden laufenden Verbindungen gesperrt. Dennoch entstand eine Rechnung von knapp 10.000 Euro. Nach der Intervention der AKNÖ bestand der Telefonbetreiber auf nur zehn Prozent der Rechnung.

Im Fokus einer Ausweitung des bestehenden Service stehen in den kommenden Monaten die Umsetzung der Verbraucherrechterichtlinie sowie die Zusammenarbeit mit der Wirtschaftskammer in Sachen Schlichtungsstellen. "Wenn KonsumentInnen scheinbar unlösbare Probleme in Sachen KFZ, Installateurs- und Bauangelegenheiten oder Heizen haben, wird eine der Schlichtungsstellen aktiv, welche die AKNÖ-Konsumentenberatung gemeinsam mit der Wirtschaftskammer eingerichtet hat. Dort werden die Fälle gemeinsam begutachtet und sozialpartnerschaftlich gelöst. Die Schlichtungsstellen sollen verstärkt weiterbetrieben und die Zusammenarbeit mit der Wirtschaftskammer auf diesem Gebiet intensiviert werden", so Wieser, der auch auf die Neuerungen der Verbraucherrechte-Richtlinie verwies:
"Das Rücktrittsrecht bei Haustürgeschäften und im Fernabsatz wurde auf 14 Tage ausgedehnt, telefonisch vereinbarte Verträge über Lotteriedienstleistungen und Gewinnspiele sind absolut nichtig sowie telefonisch abgeschlossene Verträge über Waren und Dienstleistungen, die durch cold calling, also unerwünschte Werbeanrufe, zustande kommen, bedürfen einer schriftlichen Bestätigung durch den Unternehmer und einer schriftlichen Annahme durch die VerbraucherInnen."

Im Zuge der Pressekonferenz wurden die Verträge zur Fortsetzung der Kooperation pro Konsument zwischen Land NÖ und AKNÖ von LHStv. Mag. Karin Renner, AKNÖ-Präsident Markus Wieser und AKNÖ-Direktor Mag. Helmut Guth unterzeichnet.
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