Korrektur zu OTS0128: Christian Ragger: Massive Veranlagungsrisken der Hypo

Firma in Steuerparadies machte bereits Riesenverluste - wo bleibt Grawe-Beitrag?

Klagenfurt (OTS) - "Die Hypo-Bank macht weiterhin Veranlagungsgeschäfte mit einer Firma im Steuerparadies Jersey, die bereits 2009 Verluste in Höhe von rund 500 Millionen Euro verursacht hat. Dafür muss der Steuerzahler geradestehen. Für welche Spekulationsverluste noch?" Diese Frage stellte der Obmann der Kärntner Freiheitlichen LR Mag. Christian Ragger bei einer Pressekonferenz heute Montag.

Es sei kaum zu fassen, dass die Bank in ihrer Bilanz 2012 derivative Finanzprodukte im Wert von 1,4 Milliarden Euro ausweist. Die Hypo spekuliere offenbar vor den Augen des Finanzministeriums in schwindelerregender Höhe. Und das, obwohl die Veranlagungsfirma auf Jersey bereits 2009 Verluste von 500 Millionen Euro verursacht hat. Die Hypo arbeite nach wie vor mit dieser Veranlagungsfirma. Dabei ließ sie sich von der Deutschen Bank über den Tisch ziehen. Die Deutschen entscheiden, womit spekuliert wird, kassieren dafür eine Jahresgebühr von 50 Millionen Euro, aber das gesamte Risiko trägt der österreichische Steuerzahler. Ragger fordert eine öffentliche Prüfung der Firma "HBInt. Credit Management Ltd." auf Jersey.

Weiters müsse man laut Ragger endlich die Rolle der Grazer Wechselseitigen Versicherung in der Causa beachten. Diese war von Anfang bei der Expansion der Hypo als Hälfteeigentümer dabei. Sie stellte Vertreter im Aufsichtsrat und im Kreditausschuss, vorübergehend auch den Vorstandsvorsitzenden und wusste über alle relevanten Daten Bescheid. Sie kassierte auch kräftig beim Verkauf der Bank an die Bayrische Landesbank mit. "Doch kritisiert wird nur das Land Kärnten, die Grawe bleibt außen vor", kritisiert Ragger. Sie gehöre zur "schwarzen Reichshälfte" und werde daher geschont, während man alles den Freiheitlichen zuschieben möchte.

Es wäre Zeit, über Beiträge der Grawe zu diskutieren, denn diese zahlte bei der Notverstaatlichung nur 30 Millionen Euro, während Kärnten 200 Millionen Euro eingebracht hat. Dies obwohl die Grawe damals noch 26,45 Prozent Anteile der Hypo hielt und das Land Kärnten (Kärntner Landesholding) nur mehr 20 Prozent, so Ragger.

Rückfragen & Kontakt:

Die Freiheitlichen in Kärnten - FPÖ
9020 Klagenfurt
Tel.: 0463/56 404

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FLK0003