Neues Volksblatt: "Unappetitlich" (von Markus Ebert)

Ausgabe vom 17. Februar 2014

Linz (OTS) - Exzessiv bedient sich die FPÖ in der Causa Hypo Alpe Adria der Methode "Haltet den Dieb!". Stakkatoartig schreit FPÖ-Chef Strache durch die Gegend, dass das Kärntner Milliardenfiasko einzig und allein auf dem Mist der Bundesregierung gewachsen sei. Ist es schon erschütternd genug, dass viele Menschen die völlig verquere blaue Rechtfertigungslinie für bare Münzen nehmen - wie sonst könnten Umfragen die Strache-FPÖ vorne sehen -, so kann man auch über das Verhalten der Grünen nur mehr den Kopf schütteln. Wenn sie heute in der Nationalratssondersitzung auf den "Schutz der Steuerzahler vor dem Totalversagen der Bundesregierung" drängen, dann erledigen Glawischnig & Freunde das Geschäft von Strache & Co.
Um kein Missverständnis aufkommen zu lassen: Ob die Causa Hypo optimal gemanagt wurde, darf durchaus hinterfragt werden. Aber -unter Ausblendung der absonderlichen Kärntner Polit-Verhältnisse zu Zeiten eines blauen oder orangen Landeshauptmannes - nunmehr ausschließlich der Bundesregierung den Schwarzen Peter zuzuschieben, ist pure politische Tatsachenverdrehung. Wenn sich die FPÖ (und ihre Partei-Derivate FPK und BZÖ) aus der Verantwortung stiehlt, ist das übel genug. Aber dass die Grünen den Blauen für deren Flucht aus dieser Verantwortung auch noch den parlamentarischen Steigbügel halten, ist schlicht unappetitlich.

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