Neues Volksblatt: "Blaue Chuzpe" von Markus Ebert

Ausgabe vom 14. Februar 2014

Linz (OTS) - Für 2000 Euro lässt sich auch in Kärnten schon ein bisschen Urlaub machen - auch wenn es dereinst SPÖ-Ikone Bruno Kreisky als Feriendestination zu teuer war und er sich lieber auf Mallorca einquartierte. Jetzt kann es sein, dass jeder Österreich virtuell 2000 Euro Richtung Kärnten schiebt, als unfreiwilliger Solidarbeitrag für das Debakel der dortigen Hypo Alpe Adria.
Warum Herr und Frau Österreicher in Summe bis zu 19 Milliarden Euro aufbringen müssen? Weil ein blau (und später orange) regiertes Bundesland einen Bankomaten brauchte, der die nötige Kohle für die populistische Politik eines mittlerweile verstorbenen Landeshauptmannes und seiner politischen Erben ausspuckte.
Die Geschehnisse lassen an den Ausspruch eines anderen Sozialisten denken: "Zum Kotzen" fand einst Helmut Zilk die Parteibuchwirtschaft im Schulbereich.
Mit Verlaub: Zum Kotzen ist auch das, was man sich derzeit an politischer Chuzpe seitens der FPÖ (und des Rest-BZÖ) im Zusammenhang mit der Hypo Alpe Adria anhören muss. Die Freiheitlichen würden "nicht locker lassen, um den Finanzskandal Hypo aufzuklären", tönte etwa gestern FPÖ-Generalsekretär Kickl, und dass die Koalition damit beschäftigt sei, "ihre Verstrickungen in der Hypo-Causa zu vertuschen".
Wie Recht hat doch der Direktor einer Regionalbank, der seinem Ärger so Luft machte: "Einmal ist die FPÖ an das Ruder gekommen - und wir Österreicher können jetzt zahlen".

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