• 13.02.2014, 15:18:08
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Bundesminister Ostermayer gratuliert dem Archäologischen Park Carnuntum zum "Europäischen Kulturerbe-Siegel"

Wien (OTS) - Am Dienstag hat die Europäische Kommission vier Stätten
in Europa zu Trägern des "Europäischen Kulturerbe-Siegels" ernannt.
Dazu gehört auch der Archäologische Park Carnuntum in Petronell und
Bad Deutsch-Altenburg.

Bundesminister Josef Ostermayer gratulierte Carnuntum ganz herzlich
zu diesem Erfolg und ist sehr stolz, dass eine österreichische Stätte
im europaweiten Wettbewerb überzeugen konnte: "Carnuntum war im
Römischen Reich nicht nur ein wichtiger Knotenpunkt von
Handelsrouten, sondern spielte auch eine wesentliche Rolle in der
Entwicklung religiöser Toleranz. So freut es mich besonders, dass der
Beitrag Carnuntums für Europas Geschichte und Werte in dieser Form
Anerkennung findet."

Mit dem Europäischen Kulturerbe-Siegel werden Orte ausgezeichnet, die
Einigung, europäische Ideale und die Geschichte der EU symbolisieren.
Dabei soll das Bewusstsein um die kulturelle Vielfalt gefördert und
EU-Bürgerinnen und -Bürgern die Rolle und Werte Europas näher
gebracht werden. Die Initiative zielt insbesondere darauf ab, jungen
Menschen in Europa den Zugang zum kulturellen Erbe zu erleichtern und
dessen Bedeutung zu vermitteln. Die EU-Mitgliedstaaten sind alle zwei
Jahre zur Nominierung von europäischen Kulturstätten berechtigt. Die
Ernennung folgt einem mehrstufigen Auswahlverfahren. Der
Archäologische Park Carnuntum konnte die Jury unter anderem
überzeugen, weil sich die Stätte außerordentlich erfolgreich und
beharrlich um neue Besucherinnen und Besucher bemüht, dabei in sehr
innovativer Weise neue Technologien nutzt und den Ort durch die enge
Zusammenarbeit mit dem jährlich stattfindenden Welttheater-Festival
belebt. Ebenso positiv fielen das gut funktionierende Management, die
solide Finanzierung und Schutzmaßnahmen durch die nationale
Gesetzgebung auf.

Insgesamt waren neun Bewerberstätten von Dänemark, Estland,
Luxemburg, den Niederlanden und Österreich nominiert worden. Davon
konnten vier Stätten die EU-Jury mit ihrer Bewerbung überzeugen.
Diese sind:
- Archäologischer Park Carnuntum in Petronell und Bad
Deutsch-Altenburg (Österreich): ein rund 10 km2 großer
archäologischer Park der einstigen Römersiedlung Carnuntum.
- Friedenspalast in Den Haag (Niederlande): Sitz des Internationalen
Gerichtshofs, des Ständigen Schiedshofes, der Haager Akademie für
Völkerrecht und der Völkerrechtsbibliothek, Ort der ersten
Weltfriedenskonferenz 1899.
- Durchgangslager Kamp Westerbork (Niederlande): ein von
nationalsozialistischen Besatzern eingerichtetes zentrales
Durchgangslager für die Deportation von Juden, Roma, Sinti und
Widerstandskämpfern in andere Konzentrations- und Vernichtungslager.
- Große Zunfthalle in Tallinn (Estland): 1417 erbaut als Residenz der
Großen Gilde, einer elitären Vereinigung reicher Kaufmänner,
Stadtväter und Bürgermeister.

Die offizielle Verleihungszeremonie soll am 8. April 2014 in Brüssel
stattfinden.

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