Bundesminister Ostermayer gratuliert dem Archäologischen Park Carnuntum zum "Europäischen Kulturerbe-Siegel"

Wien (OTS) - Am Dienstag hat die Europäische Kommission vier Stätten in Europa zu Trägern des "Europäischen Kulturerbe-Siegels" ernannt. Dazu gehört auch der Archäologische Park Carnuntum in Petronell und Bad Deutsch-Altenburg.

Bundesminister Josef Ostermayer gratulierte Carnuntum ganz herzlich zu diesem Erfolg und ist sehr stolz, dass eine österreichische Stätte im europaweiten Wettbewerb überzeugen konnte: "Carnuntum war im Römischen Reich nicht nur ein wichtiger Knotenpunkt von Handelsrouten, sondern spielte auch eine wesentliche Rolle in der Entwicklung religiöser Toleranz. So freut es mich besonders, dass der Beitrag Carnuntums für Europas Geschichte und Werte in dieser Form Anerkennung findet."

Mit dem Europäischen Kulturerbe-Siegel werden Orte ausgezeichnet, die Einigung, europäische Ideale und die Geschichte der EU symbolisieren. Dabei soll das Bewusstsein um die kulturelle Vielfalt gefördert und EU-Bürgerinnen und -Bürgern die Rolle und Werte Europas näher gebracht werden. Die Initiative zielt insbesondere darauf ab, jungen Menschen in Europa den Zugang zum kulturellen Erbe zu erleichtern und dessen Bedeutung zu vermitteln. Die EU-Mitgliedstaaten sind alle zwei Jahre zur Nominierung von europäischen Kulturstätten berechtigt. Die Ernennung folgt einem mehrstufigen Auswahlverfahren. Der Archäologische Park Carnuntum konnte die Jury unter anderem überzeugen, weil sich die Stätte außerordentlich erfolgreich und beharrlich um neue Besucherinnen und Besucher bemüht, dabei in sehr innovativer Weise neue Technologien nutzt und den Ort durch die enge Zusammenarbeit mit dem jährlich stattfindenden Welttheater-Festival belebt. Ebenso positiv fielen das gut funktionierende Management, die solide Finanzierung und Schutzmaßnahmen durch die nationale Gesetzgebung auf.

Insgesamt waren neun Bewerberstätten von Dänemark, Estland, Luxemburg, den Niederlanden und Österreich nominiert worden. Davon konnten vier Stätten die EU-Jury mit ihrer Bewerbung überzeugen. Diese sind:
- Archäologischer Park Carnuntum in Petronell und Bad Deutsch-Altenburg (Österreich): ein rund 10 km2 großer archäologischer Park der einstigen Römersiedlung Carnuntum.
- Friedenspalast in Den Haag (Niederlande): Sitz des Internationalen Gerichtshofs, des Ständigen Schiedshofes, der Haager Akademie für Völkerrecht und der Völkerrechtsbibliothek, Ort der ersten Weltfriedenskonferenz 1899.
- Durchgangslager Kamp Westerbork (Niederlande): ein von nationalsozialistischen Besatzern eingerichtetes zentrales Durchgangslager für die Deportation von Juden, Roma, Sinti und Widerstandskämpfern in andere Konzentrations- und Vernichtungslager. - Große Zunfthalle in Tallinn (Estland): 1417 erbaut als Residenz der Großen Gilde, einer elitären Vereinigung reicher Kaufmänner, Stadtväter und Bürgermeister.

Die offizielle Verleihungszeremonie soll am 8. April 2014 in Brüssel stattfinden.

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