Bilanz Pelletwirtschaft 2013: Österreich hat zweithöchsten Pelletverbrauch pro Kopf weltweit

Wien (OTS) - Der österreichische Branchenverband proPellets präsentiert die Bilanz der heimischen Pelletwirtschaft 2013. Die Produktion von Pellets stieg in Österreich auf einen neuen Rekordwert von 962.000t und rund 10.500 neue Pelletheizanlagen wurden in Österreich installiert. Weltweit hat sich der Verbrauch von Pellets innerhalb der letzten 12 Jahre auf 22,5 Millionen Tonnen verzehnfacht. Österreich liegt beim Pelletsverbrauch pro Kopf weltweit hinter Estland auf Platz zwei. Österreichische Pelletkesselhersteller exportieren bis zu 80% ihrer Produktion ins Ausland.

Dr. Christian Rakos, Geschäftsführer von proPellets und Präsident des europäischen Pelletdachverbandes zu der erfreulichen Entwicklung:
"Auch im Jahr 2013 konnte die heimische Pelletwirtschaft das kontinuierlich hohe Wachstum der letzten Jahre fortsetzen. Österreich ist beim Verbrauch, aber auch bei der Produktion ein Spitzenland. International ist die Pelletwirtschaft zum Hoffnungsträger für die Nutzung von erneuerbarer Energie geworden."

10.500 neue Pelletheizanlagen

2013 wurden in Österreich ca. 10.500 Pelletheizungen installiert. Die Pelletkessel werden hauptsächlich in Einfamilienhäusern eingebaut, wo sie meist alte Ölheizungen ersetzen. Auch in Gewerbebetrieben, insbesondere bei Hotels werden immer häufiger Pelletheizungen installiert. Die Gesamtanzahl von Pelletheizungen in Österreich stieg damit um 10% auf über 112.000. Österreichs Produzenten von Pelletheizanlagen sind weltweit Technologie- und Marktführer. Einzelne Betriebe exportieren bis zu 80% Ihrer Produktion. Vom englischen Königshaus bis nach Chile sind österreichische Pelletheizanlagen in Betrieb.

Neuer Rekordwert bei der Pelletproduktion

Die heimische Produktion von Pellets stieg von 893.000t im Jahr 2012 auf einen neuen Rekordwert von 962.000t. Der Verbrauch von Pellets entwickelte sich von 790.000t auf 880.000t. Österreich ist nach wie vor Nettoexporteur bei Pellets: 2013 standen 360.000t Importen 480.000t Exporte gegenüber. Weltweit stieg die Nutzung von Pellets in den letzten 12 Jahren von 2 Millionen Tonnen auf 22,5 Millionen Tonnen. Hauptproduzent und Hauptmarkt ist Europa. Etwa die Hälfte der Pellets wird zur Erzeugung von Ökostrom verwendet, die andere Hälfte wird als Brennstoff für die Wärmeerzeugung verwendet. DI (FH) Franz Schwarzauger, Leitung Verkauf Sägenebenprodukte/Pellets, Mayr-Melnhof Holz Gruppe und Obmann proPellets: "Für die österreichischen Pelletsproduzenten hat die nachhaltige, regionale Versorgung des heimischen Marktes oberste Priorität, was durch kontinuierliche Investitionen in Kapazitätserweiterungen untermauert wird. Die Rohstoffbasis bilden primär anfallende Nebenprodukte aus der lokalen Holzindustrie."

Heizkostenersparnis von insgesamt Euro 178 Millionen gegenüber Heizöl extra leicht

Bei einem Gesamtverbrauch von 880.000t ersparten sich die heimischen Pelletheizer im vergangenen Jahr gegenüber Heizöl extraleicht in Summe Euro 178 Millionen. Für einen einzelnen Haushalt mit einem Bedarf von 6 Tonnen Pellets betrug die Einsparung über Euro 1.200,-. Derzeit ist der Preisvorteil von Pellets gegenüber Heizöl extraleicht 41% (Stand Jänner 2014).

Jobmotor Biobrennstoffe: 18.600 primäre Arbeitsplätze

Laut einer Erhebung im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) sicherte die Bereitstellung von Holzbrennstoffen (Stückholz, Hackgut und Pellets) im Jahr 2012 in Österreich 12.748 Vollzeitarbeitsplätze. Bei den heimischen Industriebetrieben die Biomasseheizkessel herstellen gab es 5.870 Vollzeitarbeitsplätze. In Summe sichert der Nutzung von Holz als Energieträger damit über 18.500 primäre Vollzeitarbeitsplätze, der sekundäre Beschäftigungseffekt (Handel, Installateure, Zulieferer) ist entsprechend noch höher.

Innovation und Qualitätssicherung

Durch hohe Investitionen in Forschung und Entwicklung bringen heimische Hersteller von Pelletkesseln laufend technische Innovationen auf den Markt. Die wichtigsten Entwicklungen gab es im Bereich der Emissionsminderung. Moderne Pelletkessel weisen äußerst niedrige Emissionswerte auf, die zum Teil um den Faktor 1000 unter den Emissionen veralteter Stückholzfeuerungen liegen.

Wichtig für den Konsumenten ist, dass Pellets in gleichbleibend hoher Qualität geliefert werden. Um dies sicherzustellen hat proPellets Austria gemeinsam mit dem Deutschen Pelletverband das Qualitätszertifizierungssystem ENplus entwickelt. Dieses hat sich in den letzten 4 Jahren zum EU weit erfolgreichsten Qualitätssiegel entwickelt. Mehr als die Hälfte der gesamten europäischen Pelletproduktion ist bereits ENplus zertifiziert. In Österreich sind bereits über 90% der Produktion zertifiziert.

Ökobilanz: Treibhausgasreduktion von 97%

Die CO2 Emissionen bei der Pelletherstellung sind sehr niedrig. Das liegt daran, dass die Energieversorgung der Pelletierwerke meist mit der Rinde der Bäume erfolgt, die im Sägewerk geschnitten werden. So kann mit Pellets aus heimischer Produktion eine Treibhausgasreduktion gegenüber Heizöl Extraleicht von 97% erzielt werden!

Ausblick

2014 wird in Österreich die Produktion von Pellets die 1 Million Tonnen Grenze überschreiten. Neue Pelletwerke werden gebaut, etwa in Aspang (NÖ), in Wels und in Guttenbrunn (NÖ). In Stainach (Stmk) wird ein Werk reaktiviert. Setzt sich die erfolgreiche Entwicklung fort, könnte es zu einer Verdoppelung des Pelletverbrauchs bis zum Jahr 2020 kommen. Das würde gegenüber der Nutzung von Heizöl eine CO2 Einsparung von über 2,2 Millionen Tonnen bedeuten.

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Dr. Christian Rakos
Geschäftsführer
proPellets Austria
Tel.: +43 664 5146412
rakos@propellets.at

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