Edgar Mayer: Bessere Lebensmittelkennzeichnung auf EU-Ebene wünschens- und unterstützenswert

"Keine geklonten Lebensmittel in Österreich!"

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Wir legen größten Wert auf gute, gesunde Lebensmittel. Dazu gehört eine möglichst genaue und nachvollziehbare Kennzeichnung - nicht nur für in Österreich erzeugte Lebensmittel, sondern auch für Lebensmittel, die aus dem EU-Raum kommen. Daher begrüßen wir, dass das Europäische Parlament Richtlinien über das Inverkehrbringen von Fleisch geklonter Tiere vorsieht, sagte der Vorsitzende des EU-Ausschusses des Bundesrates, ÖVP-Bundesrat Edgar Mayer heute, Donnerstag. Mit den Richtlinien und Verboten soll sichergestellt werden, dass Lebensmittel von Klontieren nicht in die Lebensmittelkette gelangen. Dies steht heute unter anderem auf der Tagesordnung des EU-Ausschusses des Bundesrates.

Zur Erklärung: Das Klonen bedeutet eine ungeschlechtliche Reproduktion von Tieren, mit der nahezu genaue genetische Kopien des geklonten Tieres erzeugt werden - ohne Änderung der Gene. Dies führt vor allem zu ethischen und gesundheitlichen Bedenken. "In der österreichischen Tierzucht ist das Klonen von Zuchttieren weder sinnvoll noch notwendig. Wir haben genügend Rinder, Schweine, Schafe und Ziegen, deren Fortpflanzung nicht durch Klonen gesichert werden muss", betonte Mayer weiter. Das von der EU beabsichtigte vorübergehende Verbot des Klonens von für landwirtschaftliche Zwecke gehaltenen und reproduzierten Tieren sowie ein generelles Verbot des Inverkehrbringens von Lebensmitteln aus Klontieren werde daher begrüßt, führte Mayer aus.

Priorität habe eine nationale und internationale Kennzeichnungspflicht, die eine präzise, detaillierte Nachverfolgung der Lebensmittel zulässt. "Wir müssen wissen, was wir essen und verarbeiten", sagte Mayer.

Wichtig ist den ÖVP-Bundesräten jedenfalls, dass auch für die Einfuhr von Lebensmitteln aus anderen Staaten in die EU - etwa Fleisch aus den USA, Argentinien etc. - eine internationale und verbindliche Kennzeichnungsvorschrift für Klontiere und Lebensmittel tierischen Ursprungs solcher Tiere angestrebt wird. "Auch die Lebensmittelversorgung kennt keine Grenzen mehr. Daher müssen wir internationale Regelungen anstreben, die sicherstellen, dass alle Lebensmittel nachvollziehbar gekennzeichnet werden."
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